Projekte und Kooperationen

Als außerschulischer Lernort setzt die Berlinische Galerie auf eine intensive Zusammenarbeit mit Schulen. In engen Kooperationen möchten wir visuelle Bildung für Schüler unterschiedlichen Alters ermöglichen und das Museum als selbstverständlichen Lern- und Erlebnisort etablieren. In besonderen Workshops zu Sonderausstellungen ist eine intensive künstlerisch-praktische Arbeit möglich. Hier finden Sie eine Auswahl vergangener und aktueller Projekte der Zusammenarbeit von Schule und Museum.

 

Meine Linie ins Museum

© Foto: Andreas Süß
© Foto: Andreas Süß
© Foto: Andreas Süß

In den Sommerferien 2012 veranstalteten die Berlinische Galerie und die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH ein besonderes Ferienprogramm im Museum. Rund 100 Kinder aus Lichtenberg, Hohenschönhausen, Buch und Karlshorst wurden morgens von einem Shuttle-Bus abgeholt und ins Museum gefahren. In zweitägigen Workshops konnten sie intensiv die zeitgenössische Kunst kennenlernen.
Ausgangspunkt des Ferienprogramms war die Ausstellung „Alfredo Jaar. The way it is. Eine Ästhetik des Widerstands". Im Dialog mit der Ausstellung verstand die Projektwoche „Kaleidoskop“ das Museum als einen lebhaften, sozialen Treffpunkt. Die facettenreichen Sichtweisen und Interessen der Teilnehmer standen im Zentrum der Workshops. Das Projekt zeichnete sich durch eine offene, demokratische Form aus, die es ermöglichte, eigene Fragestellungen zu wählen, zu diskutieren und künstlerisch zu bearbeiten.

Die HOWOGE übernimmt mit dem Engagement gesellschaftliche Verantwortung für die Mieter in ihren Kiezen und leistet einen Beitrag zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen. Aktuell legt das Lichtenberger Wohnungsunternehmen im Rahmen des Kiezmanagements einen Schwerpunkt auf kreative Lernerfahrungen. Die „mehr als gewohnt“ – Kreativlernaktionen setzen auf Teilhabe, persönliche Entfaltung und Miteinander.  
Das Ferienprogramm wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein Jugend im Museum e. V. konzipiert und realisiert.

Fachforum "Die Kunst ist offen"

(c) Foto: Jugend im Museum e.V.
(c) Foto: Jugend im Museum e.V.
(c) Foto: Jugend im Museum e.V.
(c) Foto: Jugend im Museum e.V.
(c) Foto: Jugend im Museum e.V.
(c) Foto: Jugend im Museum e.V.

Am 4. März 2011 diskutierten Jugend im Museum e.V. und Berlinische Galerie in Kooperation mit der Schering Stiftung mit bundesweiten Initiatoren und Förderern der kulturellen Kinder- und Jugendbildung, mit Künstlern, Museumsmitarbeitern, Erziehern und Pädagogen über individuelle und emanzipative Qualitäten von offenen Kunstangeboten.

Im Kontext der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Debatte um die Wirksamkeit von Bildung lauteten grundlegende Fragen: Welchen Beitrag können offene Bildungsprogramme an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Sozialem zur gesellschaftlichen Gestaltung leisten? Was sind die notwendigen (Bildungs-) Kompetenzen und Ressourcen einer vielfältigen Gesellschaft, die wir in eine gemeinsame, interkulturell geprägte Zukunft investieren wollen?

Referenten: Karin Heyl (Crespo Foundation, Frankfurt a.M.), Nora Sternfeld (büro trafok, Wien), Andreas Wolf und Florian Haas (Künstlergruppe finger, Frankfurt a.M.) und Beate Gorges (Atelier Bunter Jakob, Berlin)

Die Dokumentation des Fachforums steht Ihnen hier zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Kunstherbst Berlin 2011 für Kids

(c) Institut für Kultur- und Medienmanagement, Freie Universität Berlin
(c) Institut für Kultur- und Medienmanagement, Freie Universität Berlin
(c) Institut für Kultur- und Medienmanagement, Freie Universität Berlin
(c) Institut für Kultur- und Medienmanagement, Freie Universität Berlin
(c) Institut für Kultur- und Medienmanagement, Freie Universität Berlin, (c) Kunstwerk: Rainer Fetting
(c) Institut für Kultur- und Medienmanagement, Freie Universität Berlin, (c) Kunstwerk: Rainer Fetting

Der KUNSTHERBST Berlin 2011 für Kids war in diesem Jahr mit seinen Workshops in der Berlinischen Galerie zu Gast. Das Kunstvermittlungsfestival wird jährlich vom Institut für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin veranstaltet und ermöglicht Berliner Schülerinnen und Schülern einen umfassenden Zugang zur Welt der zeitgenössischen Kunst. Das Festivalprogramm umfasste Workshops mit Künstlern sowie KunstTouren durch Museen, Galerien und Ateliers. Am 11. September haben wir mit über 100 Kindern, Eltern, Schülern und Lehrern zum Abschluss ein großes Familienfest gefeiert.

Kooperation mit dem Lessing-Gymnasium

Projektwoche zur Ausstellung Rainer Fetting, (c) Foto: Lessing-Gymnasium
Projektwoche zur Ausstellung Rainer Fetting, (c) Foto: Lessing-Gymnasium
Projektwoche zur Ausstellung Rainer Fetting, (c) Foto: Lessing-Gymnasium
Projektwoche zur Ausstellung Rainer Fetting, (c) Foto: Lessing-Gymnasium

Seit Juni 2011 kooperiert die Berlinische Galerie im Bereich der kulturellen Bildung mit dem Berliner Lessing-Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler des Weddinger Gymnasiums kennen das Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur bereits von regelmäßigen Besuchen im Rahmen ihres Unterrichts. Museum und Schule setzen künftig auf eine noch engere Kooperation: themenspezifische Kuratorenführungen gewähren Einblick in die Ausstellungs- und Museumspraxis und laden zur Diskussion ein; Abiturienten können ihren Schwerpunkt auf ein Werk aus den Museumsbeständen legen; Projektwochen zu den aktuellen Ausstellungen können im Museum stattfinden. Wir freuen uns auf einen anregenden Austausch mit dem Lessing-Gymnasium als neuem Partner.

Mine Erkovan, Schülerin des Lessing-Gymnasiums, über das jüngste Schulprojekt in der Berlinischen Galerie: "Die Projektwoche war eine tolle Erfahrung für mein Kunstleben. Wir haben vieles über die Malerei gelernt und es war sehr vielfältig. Ich hatte zuerst gedacht, „ins Museum gehen“ ist langweilig, und es war das völlige Gegenteil in der  Berlinischen Galerie."

Keine Rose ohne Dornen. Gül dikensiz olmaz

Wodurch entsteht das Gefühl, jemanden zu kennen, und wie können Bilder dies vermitteln? Was für ein Bild habe ich von mir, und wie sehen mich andere? In einem mehrtätigen Intensiv-Workshop im Januar 2011 entdeckten Schülerinnen und Schüler des Robert-Koch-Gymnasiums die Fotografien und Lebenswelten von Nan Goldin. Nach einer Annäherung an Vorstellungen von Nähe, Intimität und Empathie in den Arbeiten der amerikanischen Künstlerin experimentierten die Jugendlichen mit eigenen Aufnahmen von ihren Freunden und Selbstporträts. Es entstanden Fotografien und Videos von faszinierenden Zufallsbekanntschaften und Personen aus dem ganz persönlichen Umfeld.

Spurensuche mit der Kamera

© Foto: Denise Schuster, Meliha Sahinoglu, Nilda Casen und Berkan Deniz
© Foto: Denise Schuster, Meliha Sahinoglu, Nilda Casen und Berkan Deniz
© Foto: Daniel Rudolfi, Zoe Reinhardt, Berkan Deniz
© Foto: Daniel Rudolfi, Zoe Reinhardt, Berkan Deniz
© Foto: Mehtap Kurt, Rüya Kahyaogen, Ayse Bilkay, Cansu Sahingöz
© Foto: Mehtap Kurt, Rüya Kahyaogen, Ayse Bilkay, Cansu Sahingöz

Im Rahmen der Ausstellungen Marianne Breslauer. Unbeachtete Momente. Fotografien 1927-1936 und Arno Fischer. Fotografien 1953-2006 gingen Schülerinnen und Schüler mit der Kamera auf Spurensuche durch Kreuzberg. Als Experten für die aktuelle Situation in ihrem Kiez setzten sie sich selbst und Gegenstände des Alltags fotografisch in Szene.
Die Workshops wurden mit freundlicher Unterstützung von Berlin Recycling realisiert. Seit vielen Jahren unterstützt das Unternehmen Projekte von gesellschaftlicher Relevanz. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Förderung von Kindern und Jugendlichen. Die Berlinische Galerie freut sich, mit Berlin Recycling einen starken Partner in der kulturellen Bildung gefunden zu haben.

 

Berlinische Galerie

Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Stiftung Öffentlichen Rechts

Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin

www.berlinischegalerie.de
bg(at)berlinischegalerie.de

Tel +49 (0)30-789 02-600
Fax +49 (0)30-789 02-700

Öffnungszeiten

Mittwoch-Montag 10:00-18:00 Uhr
Dienstag geschlossen
geschlossen am 24.12. und 31.12.

Eintrittspreise

Tageskarte 8 Euro
Ermäßigt 5 Euro
(Gilt auch für Gruppen ab 10 Personen)
jeden ersten Montag im Monat 4 Euro
Freier Eintritt bis 18 Jahre

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