Moriz Melzer, Der Dreiklang, 1920
Moriz Melzer, Der Dreiklang, 1920

Sammlung zur "Novembergruppe"

Die „Novembergruppe“ konstituierte sich Ende 1918 als Reaktion auf die Novemberrevolution. In ihr schlossen sich Künstler, Architekten, Schriftsteller und Komponisten unterschiedlichster Stilrichtungen wie Rudolf Belling, Hanns Eisler, César Klein, El Lissitzky, Ludwig Mies van der Rohe, Otto Möller, Max Pechstein, Artur Segal und Bruno Taut zusammen. Bis zum Verbot der Gruppe 1933, besaß sie meist um die 120 Mitglieder, die das Berliner Kunstleben prägten. Sie forderten Einfluss auf die Kunstpolitik, wie beispielsweise die Mitarbeit bei öffentlichen Bauaufgaben, bei der Kunstgesetzgebung sowie bei der Vergabe von Ausstellungsräumen. Die Mitglieder nahmen an der „Großen Berliner Kunstausstellung“ teil und organisierten zahlreiche über die bildende Kunst hinausweisende Veranstaltungen wie Konzertabende zeitgenössischer Musik oder Filmvorführungen. Moriz Melzer schlug als programmatischen Titel „Der Dreiklang“ für eine Zeitschrift der „Novembergruppe“ vor und entwarf ein Titelblatt, das sich erhalten hat.

Umfangreiche Materialien zur Novembergruppe befinden sich in den Archiven von Hannah Höch, Alexander Kampmann, Helga Kliemann und Otto Möller. Im Einzelnen handelt sich um Korrespondenzen der Mitglieder, Entwürfe für Einladungskarten oder Plakate, Ausstellungskataloge und Zeitschriften der Gruppe.

Novembergruppe
Moriz Melzer, Der Dreiklang, 1920

Aquarell und Bleistift, 30 x 21,8 cm 


Helga-Kliemann-Archiv
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