Werner Heldt, Häuserstilleben (Stadtansicht - Fächerbild), 1954
Werner Heldt, Häuserstilleben (Stadtansicht - Fächerbild), 1954

Werner Heldt (1904 -1954)

Häuserstilleben (Stadtansicht - Fächerbild), 1954

Werner Heldt war der Maler, der die Stimmung Berlins nach dem zweiten Weltkrieg wie kein anderer schildern konnte. Sein Thema waren Berlin und seine Architektur. Seine Malerei entwickelte sich von nahezu realistischen Arbeiten bis zu fast abstrakten Bildstrukturen. 
In seinem "Häuserstilleben" wirken die Gebäude wie Kartenhäuser und der Bildraum ist ganz in die Fläche geklappt. Die gebrochenen Farbtöne werden hier durch ein kräftiges und mit Grün kontrastiertes Rosa aufgehellt. Eine geschwungene Linie dient der Häuserkulisse als Basis. Die Häuser darauf scheinen zu schweben, zu schwanken und wie trunken zu taumeln. Das ganze erinnert an ein Boot auf dem Meer. "Berlin am Meer" war ein beliebtes Thema von Heldt, wobei "Meer" sich u. a. auf die Trümmerfelder und Brachen der Stadt bezieht, die der 2. Weltkrieg hinterlassen hatte. Es ist das Lebensgefühl der Zeit, der Tanz auf unsicherem Boden und der Aufbruch in eine neue Zeit.

Häuserstilleben (Stadtansicht - Fächerbild), 1954
Öl auf Leinwand
Sammlung Veba 1979

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