Hito Steyerl, HOW NOT TO BE SEEN A Fucking Didactic Educational .Mov File, 2013, film still, © Hito Steyerl, courtesy Wilfried Lentz Rotterdam

Hito Steyerl

12×12. Die IBB-Videolounge

Als vierte Künstlerin ist ab Ende August und im September Hito Steyerl (*1966 in München) mit ihrer neuesten Arbeit HOW NOT TO BE SEEN. A Fucking Didactic Educational .Mov File (2013) zu sehen. Steyerl arbeitet als Filmemacherin und Autorin in Berlin. Sowohl in ihren künstlerischen Arbeiten als auch in ihren theoretischen Texten beschäftigt sie sich häufig mit dokumentarischen Strategien in der Kunst. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf den Verknüpfungen zwischen Dokumentarismen und gesellschaftspolitischen Machtstrukturen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die globale Zirkulation von Bildern.

HOW NOT TO BE SEEN
A Fucking Didactic Educational .Mov File, 2013, 14 min

Hito Steyerls neueste Arbeit hatte auf der diesjährigen Venedig-Biennale Premiere und erscheint gerade im Kontext der Enthüllungen um den US-Geheimdienst NSA von aktueller Brisanz. Wir leben in einer Zeit, in der nicht nur staatliche Organe Zugriff auf digitale Spuren haben. Unsere Umgebung wird von Satelliten vermessen und abfotografiert. Wir selbst tragen durch unseren alltäglichen Umgang mit digitalen Daten und dem Internet zu diesen Überwachungsmöglichkeiten bei. Wie ist es da noch möglich, nicht gesehen zu werden oder zu verschwinden?

Hito Steyerls Arbeit zeigt Handlungsmöglichkeiten auf, die von vermeintlich pragmatischen Vorschlägen – sich zu verstecken – bis hin zu absurd-komischen reichen: Superheld sein. Keinesfalls wird ein Zurück aus den digitalisierten Lebensbereichen in einen analogen Urzustand gefordert. Steyerls Ausführungen sind nicht kulturpessimistisch oder technikfeindlich. Im Gegenteil: Subversive Strategien können nur innerhalb und mittels der neuen Technologien entwickelt werden. Und genau mit und durch diese funktioniert auch Steyerls Arbeit. Ihr Untertitel deutet bereits darauf hin: Es handelt sich nicht um einen klassischen Film, Steyerls Arbeit ist vielmehr eine „.Mov File“: eine Video-Datei, die formal und strukturell an Tutorials – Anleitungen im Internet – angelehnt ist, wie man sie auf Portalen wie YouTube findet.

 

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