Konkrete Konzepte

Sammlungspräsentation

 „…nichts ist wirklicher als eine Linie, eine Farbe, eine Fläche…“, stellte der niederländische Künstler Theo van Doesburg 1930 fest und formulierte damit das Credo einer Malerei, die sich ganz auf ihre Grundbedingungen besinnt. 


Anlässlich der Präsentation der Arbeiten des diesjährigen Vattenfall-Preisträgers Ronald de Bloeme zeigt die Berlinische Galerie Werke aus ihrer Sammlung, die nichts darstellen, sondern nur Farbe, Form und Linie zur Anschauung bringen wollen. Trotz der oftmals einfachen, leicht überschaubaren Form- und Farbkonstellationen stellen sich bei der Betrachtung unerwartete Phänomene ein: Die flächengebundene Streifenstruktur in den Gemälden von Andreas Brandt erscheint räumlich. Das rote, extrem gestreckte rautenförmige Bildobjekt von Gerhard Mantz interagiert mit der Wand und in Johannes  Geccellis großformatigem Gemälde scheinen sich die Farbfelder einer Atembewegung gleich auszudehnen und zusammenzuziehen. Dieser Vorgang, auf welchen der an romantische Dichtung gemahnende Titel Weite Deine Seele anspielt, passiert jedoch allein im Auge der BetrachterInnen.

Diese Malerei, die ganz dem Auge der BetrachterInnen vertraut, entwarf mit dem Versuch einer demokratischen Kunst eine der großen Utopien des vergangenen Jahrhunderts. Ihrem aufklärerisch-pädagogischen Impetus begegnen jüngere Künstler wie Ronald de Bloeme mit einer eher distanziert-ironischen Haltung.

 

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