Sergej Jensen, 1997, © Sergej Jensen, Foto: Kai-Annett Becker, Courtesy Sergej Jensen und Galerie Neu, Berlin

Sergej Jensen

Fred Thieler-Preis 2013

Der Fred Thieler-Preis 2013 geht an Sergej Jensen. Der 1973 in Maglegaard, Dänemark, geborene Künstler erhält den Preis für seinen innovativen Umgang mit grundlegenden malerischen Mitteln.

Für seine Gemälde nutzt Jensen neben herkömmlichen Materialien wie Leinen oder Nessel auch Jutesack oder farbige Gewebe, die eine starke Eigenwirkung entfalten. Spuren des Gebrauchs oder gar Beschädigungen kommen dabei dieselbe Bedeutung zu wie malerischen Gesten. Dass Jensen auch seine Keilrahmen selbst teilweise in eigenwilligen Formen baut, zeigt darüber hinaus sein Interesse an einer Erweiterung der Malerei. Dieser Wille zur Gattungsüberschreitung äußert sich auch darin, dass der Künstler außerdem in den Medien Zeichnung, Performance, Installation und Musik arbeitet.

Die Jury besteht aus Valerie Favre, Künstlerin, Katharina Grosse, Künstlerin, Udo Kittelmann, Direktor Nationalgalerie Berlin, Thomas Köhler, Direktor Berlinische Galerie, und Gerwald Rockenschaub, Künstler. Sie ehrt mit der Verleihung des Preises „einen jungen Künstler, der für einen malerischen Minimalismus und eine Konzentriertheit auf die wesentlichen Charakteristika des Mediums Malerei steht. Mit seiner Arbeitsweise reiht sich Sergej Jensen in die Tradition der minimalistischen Malerei ein. Doch setzt seine Auseinandersetzung mit dieser Strömung nicht auf der Ebene des Motivs an. Sie äußert sich vielmehr in einem besonders individuellen Umgang mit dem Rohstoff der Malerei: der Leinwand.“

Seit 1992 wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis alljährlich (seit 2007 alle zwei Jahre) am 17. März, dem Geburtstag Fred Thielers (1916 - 1999), vergeben. Der Altmeister des Informel widmete diesen Preis „herausragenden Malerinnen und Malern, deren künstlerische Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist und welche die Anerkennung der Öffentlichkeit verdienen.“ Mit dem Preis sind eine Werkpräsentation in der Berlinischen Galerie sowie eine Publikation der Laudatio in einer Festschrift verbunden.

Preisträger 1992 bis 2011:
Eugen Schönebeck, Peter Bömmels, Lothar Böhme, Andreas Brandt, Reinhard Pods, Jan Kotík †, K. H. Hödicke, Walter Libuda, A K Dolven, Peter Herrmann, Marwan, Katharina Grosse, Cornelia Schleime, Günter Umberg, Bernd Koberling, Gerwald Rockenschaub, Pia Fries, Bernard Frize

Jury:
Valerie Favre
Katharina Grosse
Udo Kittelmann
Thomas Köhler
Gerwald Rockenschaub

Zur Preisverleihung erscheint die Laudatio als Festschrift

 

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