Neue Publikationen

  • Raoul Hausmann. Dada-Wissenschaft. Wissenschaftliche und technische Schriften, Neuerscheinung bei FUNDUS, herausgegeben von der Berlinischen Galerie
  • August Sander, Raoul Hausmann, 1929, © Photograph. Samml. / SK Stiftung Kultur-A. Sander Archiv, Köln VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Raoul Hausmann. Dada-Wissenschaft
Wissenschaftliche und technische Schriften

Richard Huelsenbeck, der Chronist der Dada-Bewegung, beschrieb Raoul Hausmann als den führenden Kopf von Dada Berlin, als einen vielseitig interessierten Alleskönner, der sich auch mit der Wissenschaft seiner Zeit beschäftigte. In der Tat experimentierte Hausmann in den zwanziger Jahren nicht nur mit visueller Dichtung, Lautpoesie, Fotografie und Collage, sondern rezipierte auch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Theorien wie die damals populäre Welteislehre und studierte neue Technologien wie die Fotozelle. Er bemühte sich, eine »optophonetische« Weltanschauung zu entwickeln, die kosmologische Vorgänge, moderne Medientechnologie und das menschliche Leben in Einklang bringen sollte: »Wir fordern die Erweiterung und Eroberung aller unserer Sinne.« Die vorliegende sorgfältig kommentierte Edition bisher ungedruckter Texte aus dem Raoul-Hausmann-Archiv der Berlinischen Galerie zeigt, wie sehr Hausmann daran interessiert war, die menschliche Physiologie auszubauen, Medientechniken zu optimieren und eine Kosmologie zu entwickeln. Hausmanns wissenschaftliche und technische Texte legen eine Vielzahl verschütteter Quellen offen, die zentral sind für die Verbindung von Physiologie und Medientechnologie in der Avantgarde und so einen wichtigen Teil einer Geneaologie der gegenwärtigen multimedialen Kunst darstellen. Den Abschluss dieses Bandes bildet der Briefwechsel zwischen Raoul Hausmann und dem Ingenieur Daniel Broido über die Patentrechte an ihrer gemeinsam entwickelten Rechenmaschine. Mit einem editorischen Vorwort von Ralf Burmeister (Berlinische Galerie) und einer ausführlichen Einleitung von Arndt Niebisch.

Herausgegeben von der Berlinischen Galerie
Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Philo Fine Arts, FUNDUS-BÜCHER 193, erscheint am 17. Dezember 2012
430 Seiten, diverse Abbildungen, gebunden mit Lesebändchen
ISBN: 978-3-86572-657, € 20,00

Cover: Straßen und Gesichter. Berlin 1918-1933, Neuerscheinung im Kerber Verlag, herausgegeben von der Berlinischen Galerie

Straßen und Gesichter. Berlin 1918-1933

Als Zeitzeugen dokumentierten und kommentierten Künstler mit spitzem Stift die politischen Kämpfe und gesellschaftlichen Veränderungen während der Weimarer Republik. In diesen Jahren stieg Berlin nach Weltkrieg und Revolution zur schillernden Großstadt des Vergnügens auf. Nicht ohne Anteilnahme entdeckten Zeichner die tiefen Linien, die der Kampf ums Dasein in die Gesichter der Menschen eingrub, die auf dem Boulevard, an der Bar oder im schummrigen Tanzsaal nach dem Glück jagten.

Der Katalog zeigt aus der Grafischen Sammlung der Berlinischen Galerie Blätter unter anderem von George Grosz, Otto Dix, Jeanne Mammen oder Rudolf Schlichter, deren Zeichenkunst bis heute unser Bild dieser Epoche prägt.

Herausgegeben von der Berlinischen Galerie
Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Kerber Verlag, 128 Seiten, 84 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-86678-786-5
Museumsausgabe 19,80 Euro
Buchhandelsausgabe 24,95 Euro

 

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