Eduard Fürstenau, Synagoge Dortmund, Aquarell auf Pappe, 70 x 111 cm, Fotograf: Ralf Herzig, © erloschen

Eduard Fürstenau

1862 Marburg/Lahn – 1938 Berlin

Eduard Fürstenau wurde 1862 in Marburg/Lahn geboren. Er studierte Baukunst an der Technischen Hochschule Berlin. Exzellente Examina und Auszeichnungen eröffneten ihm den Eintritt in den preußischen Staatsdienst. Seit 1901 verantwortete er als Bauinspektor der Ministerialbaukommission in Berlin die Ausführung prominenter Kommunalbauten. 1905 wurde er zum Regierungs- und Baurat befördert und leitete die Hochbauabteilung im Ministerium für öffentliche Arbeiten. Daneben nahm er auch an Wettbewerben teil. Gezielt setzte er sich für den Bau von Synagogen ein. Sein erster Entwurf wurde in Dortmund gebaut. Es folgten Synagogen in Bielefeld und Siegen. Zu den Bauten, die er als preußischer Beamter verantwortete, gehören das Reichsbahnverwaltungsgebäude in Halle, das Polizeipräsidium in Magdeburg und das Verwaltungsgebäude des Preußischen Geheimen Staatsarchivs in Dahlem (1915-1920), ebenso die kaiserliche Akademie in Posen, das ehemalige Bundesverwaltungsgericht in Berlin sowie der Umbau der Staatsoper Unter den Linden, bei dem die von Knobelsdorff und Langhans vorgegebenen Formen erhalten wurden. Fürstenau blieb zeit seines Lebens der Ansicht treu, ein Bauwerk müsse über seine Funktion hinaus Tradition ausdrücken. Mit der Moderne der zwanziger Jahre konnte er nichts anfangen. Er starb im Jahre 1938.

Der Nachlass von Eduard Fürstenau kam 1987 in die Architektursammlung. Sein Wert liegt zum einen in den Einzelzeichnungen und Aquarellen - auch aus seiner Reisezeit in Italien und Spanien -, zum anderen vermitteln schriftliche Dokumente ein umfassendes Bild aus dem Leben Fürstenaus.

Bestand: Pläne, Zeichnungen, Aquarelle, Fotografien, Archivalien (ca.800 Nummern)

 

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