Klaus Müller-Rehm, Shell Haus, 1951, Wettbewerbsentwurf

Klaus Müller-Rehm

1907 Berlin – 1999 Berlin

Klaus Müller-Rehm (1907 Berlin – 1999 Berlin)

Klaus Müller-Rehm war als neunjähriger Junge von dem durch Hans Poelzig umgebauten Großen Schauspielhaus so sehr beeindruckt, dass er Architekt werden wollte. Er studierte bei Hans Poelzig, Heinrich Tessenow und Erich Blunck an der Technischen Hochschule Berlin. Nach seinem Diplom 1931 wurde er bei der Preußischen Bau- und Finanzdirektion in Berlin angestellt und im Krieg Heeresbauführer. 1946 erhielt er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin.
Klaus Müller-Rehm war für die Entwicklung des modernen Wohnungsbaus seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Berlin maßgeblich mitverantwortlich. Zahlreiche Entwürfe für Kleinhäuser und preiswerten Wohnungsbau in der Nachkriegszeit zeugen von seinem effektiven Umgang mit der kostbaren Ressource Baumaterial. Sein erstes großes Projekt schuf er zusammen mit Gerhard Siegmann für die Bauausstellung „Interbau“ 1955/56 im Hansa-Viertel. Das Hochhaus „Giraffe“ erfüllte modernste Anforderungen an die Kleinstwohnung. Bis ins hohe Alter experimentierte er mit Hochhaustypen, so im „Sternhaus“, dem „Tanzenden Punkthaus“ und, als Beispiel, in realisierten Großwohnungsbauprojekten an der Heerstraße und in der Gropiusstadt. 1994 erhielt die Architektursammlung den Nachlass, der Modelle und Zeichnungen zu mehr als 60 Bauprojekten seit 1948 enthält.

Bestand: Pläne, Zeichnungen, Modelle, Fotografien, Archivalien, Druckwerke (ca. 2360 Nummern)

 

Ansprechpartner

Ursula Müller
Leiterin Architektursammlung
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