Fritz Tiedemann, Pariser Platz (Südseite), 21. April 1951
Fritz Tiedemann, Pariser Platz (Südseite), 21. April 1951

Fritz Tiedemann

Pariser Platz (Südseite), 21. April 1951

Zwischen 1948 und 1953 unternahm der Fotograf und Vermessungstechniker Fritz Tiedemann im Auftrag des Magistrats von Ostberlin eine umfangreiche Bestandsaufnahme von Architektur und Städtebau der Hauptstadt der DDR. Eine große Anzahl seiner frühen Bilddokumente sind als panoramatische Bildreihen konzipiert, die anhand des Kameraschwenks ein umfassendes Bild von der Leere und Weite der kriegszerstörten Stadt widerspiegeln. Als Kontaktkopien verarbeitet und auf Archivumschläge geklebt, stellen seine zahlreichen Aufnahmen einen wichtigen und frühen Grundbestand eines bis 1990 kontinuierlich fortgeführten Fotoarchivs dar. Dieses wird seit 1992 in der Architektursammlung der Berlinischen Galerie aufbewahrt und konnte durch die Unterstützung der Getty Foundation, Los Angeles, erschlossen und 2006 in der Publikation „Ost-Berlin und seine Bauten“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. 2008 wurde eine Auswahl der Aufnahmen Tiedemanns im Zusammenhang mit der Ausstellung „So weit kein Auge reicht. Berliner Panoramafotografien aus den Jahren 1949-1952. Aufgenommen von Fritz Tiedemann. Rekonstruiert und interpretiert von Arwed Messmer“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Es erschien ein gleichnamiger, in der Zweitauflage aktualisierter Katalog.

Pariser Platz (Südseite), 21. April 1951
Archivumschlag mit Kontaktkopien der Originalnegative
Silbergelatinepapier auf Papier, 18,5 x 24,6 cm
Übernahme aus Beständen der Magistratsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr Berlin [Ost] über die Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen Berlin, 1991.

© Berlinische Galerie, 2011
Fotos: Fritz Tiedemann

 
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