Jacoba van Heemskerck, 
Glasfensterentwurf Nr. 19, 1919
Jacoba van Heemskerck, 
Glasfensterentwurf Nr. 19, 1919

Jacoba van Heemskerck

Glasfensterentwurf Nr. 19, 1919

Der Glasfensterentwurf der Holländerin Jacoba van Heemskerck wurde 1919 auf der 79. Sturm-Ausstellung in Berlin gezeigt. Der Sturm, Galerie, Zeitschrift und Buchverlag in einem, war für van Heemskerck von zentraler Bedeutung. Die enge Freundschaft mit seinem Gründer, Herwarth Walden, beeinflusste ihre Arbeit nachhaltig. Arbeiten mit dem Thema Glas und die Idee Glas als Bildträger statt Leinwand zu verwenden, beschäftigten die Künstlerin seit 1914. Sie verwirklichte in Glas, dem transparenten Medium für Licht und Farben, ihre Vorstellung vom „Göttlichen Prinzip“. Sie schuf Fenster, die den Innenraum zum „kosmischen Raum“ hin öffnen. Der Entwurf verdeutlicht ihr Prinzip: Homogene Flächen und ungemischte Farben fügen sich in die Tektonik eines abstrakten Liniengerüsts ein. Dieses übernimmt zugleich kompositorische und konstruktive Funktion. Man erkennt einen roten Baum, dessen verschlungene Äste sich mit dem Bildhintergrund, der in Violett und kühlem Blau angelegt ist, vereinen.

Der Entwurf befindet sich mit ca. 4 000 anderen im Archiv der Vereinigten Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei Puhl & Wagner, Gottfried Heinersdorff.

Glasfensterentwurf Nr. 19, 1919

Aquarell und Tusche auf Karton
132 x 99,5 cm

Erworben vom Senator für Wissenschaft und Kunst mit Mitteln der DKLB, Berlin 1975
Fotografin: Ilona Ripke, Berlin

© erloschen

 
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