Nicholas Grimshaw and Partners, Ludwig-Erhard-Haus, 1991-1997
Nicholas Grimshaw and Partners, Ludwig-Erhard-Haus, 1991-1997

Nicholas Grimshaw and Partners

Ludwig-Erhard-Haus, 1991-1997

Das weiße, sehr fein gearbeitete Modell zeigt eine doppelt bauchig geschwungene Gebäudeform auf schmaler, mit Figuren besetzter Grundplatte. Das sichtbare Tragwerk besteht aus parallelen, torartig geschwungenen Bögen für stützenfreie Ausstellungshallen und Bürogeschosse, die sich bandartig entlang der Straßenfassade erstrecken.

Das als Erweiterungsbau der Berliner Industrie- und Handelskammer realisierte Gebäude steht in zentraler Lage in der City West nahe dem Bahnhof Zoologischer Garten. Die insgesamt fünf in der Berlinischen Galerie bewahrten Arbeitsmodelle ermöglichen den Blick auf eine nicht verwirklichte Idee des Architekten. Da diese gegen die Auflagen der Berliner Senatsverwaltung zur Einhaltung der Blockkanten und der Traufhöhen verstieß, erhielt das in Stahlhaut gefasste, im Volksmund als „Gürteltier“ bezeichnete Gebäude eine Fassade, die seine Bogenkonstruktion negiert.

Ludwig-Erhard-Haus, 1991-1997
Erweiterungsbau Industrie- und Handelskammer Berlin
Arbeitsmodell
Pappe, Papier, Kappaplatte
20 x 60 x 30 cm
Schenkung des Architekten, 2001
Fotografie: Ilona Ripke, Berlin

© Nicholas Grimshaw and Partners




 
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