Beate Gütschow, S#14, 2005
Beate Gütschow, S#14, 2005

Beate Gütschow

S#14, 2005

Beate Gütschows Architekturzyklus ist am Computer entstanden, die Bilder zeigen also eine konstruierte Wirklichkeit. Als Ausgangsmaterial dienen der Künstlerin Fotografien, die sie selbst an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeitpunkten von der Architektur der Postmoderne aufgenommen hat und die sie dann ineinander montiert. Als ersten Schritt sammelt sie solange ihre eigenen Aufnahmen, bis sie für sie in der Verdichtung zur psychischen Realität geworden sind. In einem zweiten Schritt, dem Zeitpunkt der Verarbeitung am Computer, kommen eigene Traumbilder und Projektionen und natürlich die fiktive Erinnerung dazu. Im Kern dreht sich dieser Werkkomplex der Architekturlandschaften um Utopien, also um Orte, die es so nicht gibt, die aber, weil es Beate Gütschows eigene und keine beliebigen Bilder sind, um ihre Visionen der Welt. Und in denen zeigt sie, dass die Architektur der Postmoderne nicht funktioniert, sondern zerfällt. Auf einer anderen Ebene ist es auch eine medienkritische Arbeit über die Differenz zwischen dem Bild und der Wirklichkeit in der Fotografie.

S#14, 2005
Light Jet Print
148 x 237 cm
Erworben im Rahmen der Künstlerförderung aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie  von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Referat Stipendien und Projektförderung, Bereich Bildende Kunst, Berlin 2007

© VG Bild-Kunst, Bonn 2011

 
Copyright © 2011 Berlinische Galerie. Alle Rechte vorbehalten.