Hanns Schimansky, Ohne Titel, 1993
Hanns Schimansky, Ohne Titel, 1993

Hanns Schimansky

Ohne Titel, 
1993

Hanns Schimansky ist ausschließlich Zeichner. Graphit, Kohle, Tusche, farbige Kreiden sind die Mittel, mit denen er seine handteller- bis türformatgroßen Arbeiten ausführt. Bevor er zu zeichnen beginnt, bearbeitet er die Papiere häufig beidseitig. Das Blatt „Ohne Titel“ von 1993 hat er auf der Rückseite eingeschwärzt und so gefaltet,, dass das Papier durch orthogonale Knicke in acht Querrechtecke unterteilt wird. Diese bilden ein dezentes Gerüst, an dem die Tuschezeichnung ansetzt. Ihr Zentrum wird durch einen horizontalen Balken akzentuiert. Dieser ist durch vertikale und diagonale Linien mit annähernd geometrischen Formen verbunden, die, von den Rändern des Blattes überschnitten, nur teilweise im Bildfeld sichtbar werden. Große Flächen des von hinten eingedunkelten Papiers wurden frei stehen gelassen. In der Offenheit und Ausschnitthaftigkeit der Zeichnung ist die Wahrnehmung der Welt als Fragment, als Annäherung, die nie abgeschlossen sein kann, zum gestalterischen Prinzip geworden.

Ohne Titel, 
1993

Tuschpinsel, Faltung auf weißem Zeichenpapier (rückseitig ganzflächig schwarze Tusche)

91 x 70 cm

Erworben aus Spendenmitteln der Deutschen Bank Frankfurt/Main, 1996.

© Hanns Schimansky

 
Copyright © 2011 Berlinische Galerie. Alle Rechte vorbehalten.