Über Köln in die Niederlande

Kunst- und Architekturreise mit Wolfgang Schöddert (17.09.–21.09.2014)

„Seit Hans Poelzigs legendärem Berliner Großen Schauspielhaus von 1919 hat es keine derart magische Architektur mehr in Deutschland gegeben“, schrieb die  FAZ im April 2013 über die 2007 fertiggestellte Bruder-Klaus-Feldkapelle des Architekten Peter Zumthor. Der Schweizer gilt als Magier, dem es immer wieder in besonderer Weise gelingt, Räume der Besinnung und Orte der Selbstwahrnehmung zu schaffen. Solchen Orten wollen wir auf unserer Herbstreise westlich des Rheins und in den angrenzenden Niederlanden nachspüren.

Wir beginnen in Köln, wo das von Peter Zumthor erbaute Kolumba-Museum mit seiner spannungsreichen Sammlung sakraler mittelalterlicher und moderner zeitgenössischer Kunst unser erstes Ziel ist. Wir werden das von Gerhard Richter entworfene Fenster des Kölner Doms sehen, fahren am nächsten Tag zu Zumthors Bruder-Klaus-Feldkapelle in die Nordeifel und von dort aus in das Kloster St. Benedictusberg bei Vaals, dicht an der deutsch-niederländischen Grenze. Hier hat der Benediktiner Hans van der Laan in den 1960er Jahren einen beeindruckenden Klosterbau nach dem von ihm in mehr als zwanzig Jahren entwickelten Maßsystem „Le Nombre Plastique“ (Plastische Zahl) errichtet und ihn mit selbstentworfenen Möbeln ausgestattet.

Das vom italienischen Architekten Aldo Rossi entworfene Bonnefantenmuseum in Maastricht ist unsere nächste Station. Das Haus zeigt alte und junge Kunst, darunter wichtige Werke der Konzeptkunst und der Arte Povera, besitzt aber auch die Prototypen aller von Hans van der Laan für St. Benedictusberg entworfenen Möbel.

Über Tilburg, wo eine stillgelegte Wollspinnerei seit 1992 als minimalistisches Ausstellungsgebäude für die zeitgenössische Sammlung der DePont-Stiftung dient, fahren wir in den Naturpark Hoge Veluwe. In dieser Wald-, Heide- und Moorlandschaft hat Hendrik Petrus Berlage, ab 1914 das Jagdhaus St. Hubertus für das Sammlerpaar Helene Kröller-Müller und Anton Kröller als detailreich gestaltetes Gesamtkunstwerk realisiert. Für die Sammlung, die neben Werken von George Seurat, Pablo Picasso, Fernand Léger und Piet Mondriaan auch mehr als 80 Gemälde von Vincent van Gogh umfasst, baute Henry van de Velde bis 1938 im Hoge Veluwe ein Ausstellungshaus, das heute von einem weitläufigen Skulpturenpark umgeben ist.

An das intensive Zusammenspiel von Natur und Kunst, das wir im Naturpark Hoge Veluwe erleben, knüpfen wir auf unserer Rückreise noch einmal an, wenn wir Land Art Arbeiten von Robert Smithson in einer niederländischen Landschaft begegnen (bei Emmen), die im späten 19. Jahrhundert auch schon Van Gogh gereizt hat.

In Vorfreude auf die Reise mit Ihnen,
Ihr Wolfgang Schöddert

(Bild oben: Bruder-Klaus-Feldkapelle © Kateer, CC BY-SA 3.0)

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