
HANNAH HÖCH
Hannah Höch, Album
um 1933
Collage, 36 x 28 cm.
Ankauf aus Mitteln des Senators für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin 1978.
Hannah Höch arbeitete als Malerin, Grafikerin und Fotomonteurin. Im Jahr 1912 zog sie von Gotha nach Berlin, um dort an der Kunstgewerbeschule zu studieren. In der von Emil Orlik geleiteten Grafikklasse der Staatlichen Lehranstalt des Kunstgewerbemuseums lernte sie Raoul Hausmann kennen, mit dem sie sieben Jahre lang eine enge Lebens-, Liebes- und Arbeitsbeziehung verband. Seit 1916 entstanden abstrakte Kompositionen und Materialcollagen, 1919 folgten Fotomontagen. Höch war die einzige Frau im Berliner Club Dada und an zahlreichen Dadaunternehmungen beteiligt. Anfang der zwanziger Jahre unternahm sie mehrere Reisen durch Europa und lernte unter anderem Piet Mondrian, Theo van Doesburg und El Lissitzky kennen. Mit Kurt Schwitters verband sie eine lebenslange Freundschaft. Von den Nationalsozialisten verfemt, zog Höch sich nach Berlin-Heiligensee zurück. Nach 1945 war sie zuerst in Berlin, schon ab 1948 aber auch auf internationalen Ausstellungen (z.B. in New York) vertreten. 1965 wurde Höch Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.
Nach dem Tod der Künstlerin gelang es Eberhard Roters, ihr umfangreiches Archiv zu erwerben. In den letzten Jahren wurde es von den Erben der Künstlerin immer wieder durch großzügige Schenkungen bereichert. Das Hannah-Höch-Archiv enthält Kunstwerke, biografisches Material, ihr Album, Manuskripte, Fotografien, Bücher, Zeitschriften, Plakate, Programmhefte, Einladungskarten, Ausstellungsunterlagen, aber auch die umfangreiche Korrespondenz der Künstlerin sowie Texte und Manuskripte von Dritten.
Das Hannah-Höch-Archiv liegt publiziert in einer mehrbändigen Edition der Berlinischen Galerie vor. Der Titel lautet: Hannah Höch. Eine Lebenscollage.

