Familie Ende, 2006/2007
Courtesy Curators without Borders, Berlin
Courtesy Eleni Koroneu Gallery, Athen
© Christina Dimitriadis Foto: Markus Hawlik
FAMILIE ENDE ist eine Grab-Inschrift, die Christina Dimitriadis auf einem Berliner Friedhof fotografiert hat. Der Titel dieser umfangreichen Serie kleinformatiger Leinwände, auf die mit T-Shirt-Folie in durchweg reduzierter Farbigkeit Collagen aufgebügelt sind, spannt bereits spielerisch den thematischen Bogen: Auf den ersten Blick ist es nur eine bizarre Koinzidenz und man muss sich beinahe zwingen, das vermeintlich fehlende “n” nicht an das Wort Familie zu fügen, bis man begreift, dass es sich nur um einen Familiennamen handelt. Genau mit dieser subtilen Ambivalenz zwischen der Tragik eines privaten Schicksals einerseits und der lapidaren Existenz alltäglicher Fundstücke und ihrer Ästhetik anderseits spielt die Künstlerin. Das einzelne Motiv wird zur poetischen Chiffre eines ganz persönlichen Lebens, zur Selbstreferenz am realen Objekt. Die Dinge und Situationen sind unabhängig von den Orten, an denen sie sich befinden oder ereignen. Sie hinterfragen die Fremde und demaskieren gleichzeitig die stete Suche nach einem verlässlichen Zuhause.

