The Rise, 2007
Hinauf, nach oben. Das ist das Motto dieses Films. Auf der Außentreppe des noch unbewohnten Hochhauses im neuen Südviertel von Amsterdam hastet ein junger Mann treppauf, warum, wird nicht deutlich. Ist es eine berufliche Karriere, die dazu Anlass gibt, ist es ein Aufwärtsstreben aus Neugier, aus Zwang? Unheimlich wird es auf diesem Weg; Geräusche verwirren, ein Doppelgänger wird gar lebensgefährlich; alle Witterungen und Tageszeiten ziehen in kurzer Abfolge vorüber, unterschiedliche Stimmungen eines vollen Tages, der zur Metapher eines ganzen Lebens wird. Das Muster hierfür liefert die Architektur. Eigentlich ist sie es, die das Unbehagen auslöst, die den Menschen in seiner existenziellen Verlorenheit vorführt, ihre Kälte, ihre Unberührtheit und Unberührbarkeit. Sie drückt die Leere aus, die unfasslich scheint und doch die Realität ist. Die Suche, wonach auch immer, findet kein Ende, der Mensch keine Erlösung.

