I have no Idea, 2007
Courtesy Wohnmaschine, Berlin
© Takehito Koganezawa Foto: Jürgen Gebhardt
Im Zentrum der Arbeiten von Takehito Koganezawa steht die Leere, oder besser, die Suche nach einem Ausdruck für das Nichts, fernab aller Bedeutungsschwere und Sinnstiftung. Ob in seinen Videos, Perfomances oder in seinen Zeichnungen: Koganezawa bedient sich einer naiv-minimalistischen Motivsprache, die zum Teil an Cartoons erinnert, und reduziert seine alltägliche Umgebung nicht ohne Augenzwinkern auf ein poetisches Kürzel. Jegliche kontextgebundene Sehkultur wird zugunsten einer assoziativen Ideenfindung überwunden. I HAVE NO IDEA ist die Antwort des Künstlers auf das Thema NEUE HEIMAT. Auch in der Neoninstallation besteht das bildbestimmende Prinzip aus der Linie, die zwei Punkte miteinander verbindet, eine Strecke ausmisst, Bewegung simuliert. Man mag an Geistesblitze und Gedankensplitter bzw. lustige Locken denken, die einem kreativen Kopf entspringen oder auch an blinkende Neonreklamen, die heute jeden urbanen Raum bestimmen. Eine letztgültige Deutung ist vage; was bleibt, ist eine universelle Sehnsucht, flüchtig und fiktiv.

