Revolucion/Patriotismo Tent
2006 Courtesy Georg Kargl Fine Arts, Wien
© Costa Vece Foto: Lisa Rastl
Die Arbeiten von Costa Vece spiegeln ein tiefgreifendes Unbehagen an der Welt. Sie stellen Fragen nach der Möglichkeit von Heimat und kultureller Identität, sprechen von sozialer Ausgrenzung und existenzieller Unbehaustheit. Das Zelt als jederzeit transportable Zufluchtstätte und manifestes Provisorium ist Sinnbild nomadischer Existenz schlechthin, sei sie aus Abenteuerlust frei gewählt oder aus der jeweiligen politischen oder ökonomischen Situation bzw. aufgrund von Naturkatastrophen erzwungen. REVOLUCION/PATRIOTISMO TENT ist ambivalent: Ebenso erinnert es an die Flüchtlingslager in den weltweiten Krisengebieten als auch an ein Zirkuszelt, an Gaukler und an die Melancholie zerstreuende Kunststücke. Die aus gebrauchten Kleidungsstücken lediglich mit Sicherheitsnadeln zusammengesetzten Flaggen sind nicht nur nationale Identitätssymbole, sondern verweisen gleichzeitig auf die ganz persönliche Geschichte ihres ehemaligen Trägers. Veces Installationen machen den Trotz der Sehnsucht erfahrbar, der die Heimatlosigkeit verinnerlicht hat.

