Rainer Fetting, Gelbe Mauer (Luckauerstraße/Sebastianstraße), 1977
Rainer Fetting, Gelbe Mauer (Luckauerstraße/Sebastianstraße), 1977

Rainer Fetting (*1949)

Gelbe Mauer (Luckauerstraße/Sebastianstraße), 1977

Noch als Meisterschüler der Berliner HdK gründete Rainer Fetting 1977 gemeinsam mit Anne Jud, Helmut Middendorf, Berthold Schepers, Salomé und Bernd Zimmer die Galerie am Moritzplatz als ein „Künstlerselbsthilfeprojekt“. Aus der Galerie der sogenannten „Moritzboys“ gingen im Wesentlichen die „Neuen Wilden“ hervor. Das 1977 entstandene Gemälde „Gelbe Mauer (Luckauerstraße/Sebastianstraße)“ ist Teil einer Serie von Mauerbildern. Die Berliner Mauer zieht sich dominant fast durch das gesamte Bild. Die unrealistisch wirkende gelbe Farbe konzentriert die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Mauer und zugleich könnte die warme Farbe auf eine Schutzfunktion der Mauer für die Inselstadt West-Berlin hindeuten. Fettings Mauerbilder schockierten zur Zeit ihrer Entstehung durch ihre Malerei und ihr Motiv. Nach der Dominanz der abstrakten Malerei und der Konzeptkunst wandten sich viele Künstler in den 1970ern wieder der gegenständlichen Malerei zu. Großflächige Gesten und abstrakte reduzierte Flächen lassen zugleich den Einfluss des abstrakten Expressionismus erkennen.

Gelbe Mauer (Luckauerstraße/Sebastianstraße)
1977
Dispersion auf Leinwand
140 x 160 cm
Erworben aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie Berlin von der Kulturverwaltung des Berliner Senats

© Rainer Fetting
© Reproduktion: Kai-Annett Becker

 
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