Donnerstag, 17.03.2016, 19:00 Uhr 

Happy Birthday, Fred Thieler

Manfred Hamm, Porträt Fred Thieler, 1990, Farbfotografie, Courtesy Galerie Georg Nothelfer

Am 17. März 2016 wäre der Maler Fred Thieler 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass möchten wir zusammen mit unserem Freundeskreis einen der Hauptprotagonisten der deutschen Kunst nach 1945 würdigen.

Dr. Susanne Rennert, Kuratorin und Autorin mit Forschungsschwerpunkt auf den 1950er- und 60er-Jahren, spricht mit Dr. Thomas Köhler, Direktor der Berlinischen Galerie, über den Meister der informellen Malerei.

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins der Berlinischen Galerie e.V.
Eintritt frei. Anmeldung unter: foerderverein(at)berlinischegalerie.de

Fred Thieler (1916 Königsberg/Ostpreußen - 1999 Berlin) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Abstrakten Expressionismus. Er ist mit einigen Werken prominent in der Sammlung der Berlinischen Galerie vertreten. Aktuell sind zwei Bilder von ihm in der Sammlungspräsentation „Kunst in Berlin 1880 – 1980“ zu sehen, darunter das großformatige Gemälde "Erzählung für W. Turner" von 1962. Seit 1992 wird der von ihm gestiftete Fred-Thieler-Preis für Malerei alljährlich (seit 2007 alle zwei Jahre) von der Berlinischen Galerie am 17. März, dem Geburtstag Fred Thielers, vergeben. Preisträger 2015 war Bernhard Martin.

Nach ersten Erfahrungen mit der gegenständlichen Malerei verschrieb sich Thieler in den 1950er-Jahren ganz der Abstraktion. In den 1960er-Jahren begann er, den Bildträger am Boden liegend zu bearbeiten. Die Farben wurden mit Gießkannen und Eimern geschüttet und durch Falten, Knicken und Abheben des Bildträgers gelenkt. Der gestische Auftrag der Farbe diente als zentrales Ausdrucksmittel. Als Bewegungsspur trägt der Farbauftrag den Prozess des Werdens in sich und überträgt dessen Energie direkt auf die Leinwand.

 
März 2016
MoDiMiDoFrSaSo
929123456
1078910111213
1114151617181920
1221222324252627
1328293031123