Gunter Demnig: Stolpersteine, seit 1997, Foto: Jason Kassab-Bachi, © VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Gunter Demnig (* 1947)
Stolpersteine, seit 1997


Über die ganze Stadt verstreut – aber auch in Köln, München, gar Paris – kann der aufmerksame Spaziergänger sie finden, die 10 mal 10 cm kleinen, ins Pflaster eingelassenen Bronzetafeln. Seit 1997 erinnern sie in ganz Deutschland mit Namen, Lebensdaten und dem Ort ihrer Ermordung an einzelne Opfer nationalsozialistischer Judenverfolgung und sind jeweils vor dem Eingang ihrer letzten Wohnung angebracht. Allein in Kreuzberg gibt es inzwischen rund 800 von ihnen. Sie verdanken sich der Idee des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Von privaten Patenschaften und Bürgerinitiativen für jeweils 120 Euro finanziert, sind sie geistige Stolpersteine, die nach Aussage des Künstlers „das Gedenken dort stattfinden lassen, wo die Ausgrenzung begonnen hat – am letzen Wohnort.“

Stolpersteine
seit 1997
Messingoberfläche auf Betonwürfel
10 x 10 cm
Realisiert mit Spendenmitteln von Berliner Bürgern

 
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