Rolf Szymanski: Wasserträgerin, 1981, Foto: Jason Kassab-Bachi, © VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Rolf Szymanski (* 1928–2013)
Wasserträgerin, 1981 


Wasser tragen ist eine urzeitliche, archetypische Tätigkeit, um zu überleben. Hier ist sie zum Sinnbild geworden. Wie ein Monument der gefährdeten Existenz tritt uns diese Figur denn auch gegenüber. Mit überlängten mächtigen „Armen“ steht sie fest und erdverbunden, und nimmt die Kraftströme der Welt in sich auf. Aber sie bezieht die Energie aus dem Raum hinter sich – sie greift scheinbar zurück in die eigene Geschichte, um unbeirrbar nach vorne in die unsichere Zukunft zu schauen. Die Wasserträgerin wird hier zum Idol, zur Kultfigur, die zugleich durchdrungen von Hoffnung und Menschlichkeit bleibt.

Wasserträgerin
1981
Eisen
239 x 96 x 110 cm
Berlinische Galerie, Landmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Übernahme von der Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr aus dem Skulpturengarten am Funkturm, Berlin 1998
 

 
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