Johannes Niemeyer, Vierfamilienhaus der Chemischen Fabrik Buckau, 1925, Ausführungsentwurf, Kohle auf Transparentpapier, 64,5 x 90,5 cm, Schenkung aus Privatbesitz 1985, © VG Bildkunst 2011, Foto:Udo Hesse, Hermann Kiessling

Johannes Niemeyer

1889 Halle – 1980 Steinstücken, Potsdam

Angeregt durch den Architekten Theodor Fischer nahm Johannes Niemeyer 1908 das Studium der Architektur an der Technischen Hochschule in München auf. Nach 1913 reichte er ohne Erfolg Arbeiten bei verschiedenen Architekturwettbewerben ein. Eine schwere Krankheit und der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhinderten den Einstieg in die Architektenkarriere, so dass er von 1919 bis 1920 eine Tischlerausbildung an den „Deutschen Werkstätten“ in Dresden-Hellerau absolvierte. Er erhielt einen Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein in Halle, den er bis 1924 wahrnahm. Nach wenigen realisierten Bauaufträgen wandte er sich 1928 weitgehend von der Architektur ab, um sich der Malerei zu widmen. Seine fantasievollen Architekturentwürfe stehen im Zeichen der Sachlichkeit und des Konstruktivismus.

Der Nachlass des Malers und Architekten Johannes Niemeyer ist ein wichtiger Bestand, der den Gedanken des Interdisziplinären, einer Grundidee der Berlinischen Galerie, in idealer Weise interpretiert. Seine Pastelle ergänzen den Sammlungsbestand der Bildenden Kunst, seine Naturfotografien sind der Fotografischen Sammlung zugeordnet, und die Architekturzeichnungen, welche die Tendenzen der „Neuen Sachlichkeit“ in den zwanziger Jahren aufzeigen, fanden Eingang in die Architektursammlung.

Bestand: Pläne, Zeichnungen, Pastelle, Aquarelle (ca. 1200 Nummern)

 

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