Hans Scharoun, Wohn- und Geschäftshaus „Olivia“, 1951/52
Hans Scharoun, Wohn- und Geschäftshaus „Olivia“, 1951/52

Hans Scharoun (1890-1977)

Wohn- und Geschäftshaus „Olivia“,1951/52

Im Auftrag eines amerikanischen Privatinvestors entwarf Hans Scharoun in Zusammenarbeit mit Sergius Ruegenberg den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses am Berliner Kurfürstendamm. Im Gegensatz zu den eher bescheidenen Vorstellungen des Bauherrn, setzte sich Scharoun für die Errichtung eines zweiflügeligen, sich über sechs Geschosse erstreckenden Repräsentativbaus mit Wohn- und Gewerbenutzungen. In Anlehnung an den gedachten Hausnamen „Olivia“ sollte nicht nur die Fassade in den Farben Eierschalenweiß und Olivgrün gehalten sein, sondern auch ein überdimensionaler Frauenkopf die äußere Eckkante des Gebäudes krönen. Die dritte bis fünfte Etage sollte zudem aus der Wandflucht nach vorne springen und über die beiden unteren Geschäftsgeschosse hinausragen.

Scharouns Entwurf folgt nicht den klaren, streng geometrischen Vorbildern der Bauhaus-Moderne, sondern spricht eine ungewöhnliche, leicht verspielte Architektursprache. Letztendlich konnte sich der Architekt nicht mit dem Bauherren verständigen, so dass das Projekt „Olivia“ nicht ausgeführt wurde.
Das Projekt ist im Nachlass des Berliner Architekten Sergius Ruegenberg dokumentiert, der in der Berlinischen Galerie aufbewahrt wird.

Wohn- und Geschäftshaus „Olivia“,1951/52
Kurfürstendamm 182, Berlin-Charlottenburg
Zeichnung: Sergius Ruegenberg
Handkolorierte Reprografie auf Fotopapier
84,5 x 109,5 cm
Erworben aus Mitteln der Senatsverwaltung  für Kulturelle Angelegenheiten Berlin, 1994

© Sergius Ruegenverg: Berlinische Galerie, 2011
© Hans Scharoun: VG Bild-Kunst, Bonn 2011
Foto: Ilona Ripke, Berlin

 
Copyright © 2011 Berlinische Galerie. Alle Rechte vorbehalten.