Hermann Henselmann, Stalinallee Berlin. Ansicht Strausberger Platz, 1952
Hermann Henselmann, Stalinallee Berlin. Ansicht Strausberger Platz, 1952

Hermann Henselmann

Stalinallee Berlin. Ansicht Strausberger Platz, 1952

Die Neubebauung der Stalinallee (heute Karl-Marx-Allee) war die erste modellhaft gedachte Repräsentationsarchitektur der noch jungen DDR in Berlin. Sie setzte Maßstäbe für die von der Politik neu formulierten architektonischen Ziele nach sowjetischem Vorbild. Als Teil einer am Brandenburger Tor beginnenden Hauptverkehrsachse sollte die Stalinallee die Arbeiterwohnbezirke im Osten mit dem Alexanderplatz verbinden. Der Strausberger Platz bildete ihren westlichen Auftakt. Seine Gestaltung war daher von zentraler Bedeutung.

Der abgebildete Ausführungsentwurf der Planungsgruppe unter Leitung Hermann Henselmanns dokumentiert die radikale Abkehr von modernistischen Tendenzen in Architektur und Städtebau zugunsten einer monumental-klassizistischen Neuanlage im Stil der „nationalen Bautraditionen“. Turmhochhäuser und Gebäude am Platz sind durch Arkaden im Erdgeschoss, Bauschmuck und aufwändigen Materialien in hohem Maße repräsentativ gestaltet. Das Innere der „Arbeiterpaläste“ weist großzügig geschnittene, modern ausgestattete Wohnungen aus.

Stalinallee Berlin. Ansicht Strausberger Platz, 1952
Berlin-Friedrichshain
Bleistift auf Transparentpapier
86 x 120 cm
Schenkung des Architekten, 1993

© Rechtenachfolger Hermann Henselmann




 
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