Jeanne Mammen. Die Beobachterin

Jeanne Mammen (1890-1976) ist eine der sperrigsten und schillerndsten Figuren der jüngeren Kunstgeschichte.

Die scharfsinnige Beobachterin porträtierte glamouröse Zeitgenossen, das frivole Nachtleben oder Figuren am Rande der Gesellschaft: unverwechselbare Ikonen der „Goldenen Zwanziger“.  Nach 1945 wurde ihr Werk abstrakt. Die Retrospektive zeigt 170 Arbeiten aus über 60 Jahren.

An dieser Stelle erhalten Sie in regelmäßigen Abständen Einblick in das Leben und Werk der vielschichtigen Künstlerin.

 


Anmutig und herb

Anmutig und herb: So charakterisierte Kurt Tucholsky 1929 die Figuren Jeanne Mammens. Diven, Vamps und kesse Gören tummeln sich in jenen Großstadtszenen, mit denen die Künstlerin in Magazinen und Satireblättern der 1920er-Jahre Furore machte...

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Großstadt- chronistin

In den 1920er-Jahren boomte Berlin. Nach dem Ersten Weltkrieg kamen junge Leute in Scharen in die Hauptstadt der jungen Republik, um Arbeit, Wohlstand und ein selbstbestimmtes Leben, womöglich auch jenseits traditioneller Geschlechterrollen zu finden...

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Die Flaneurin am Kudamm

Am Kurfürstendamm wurde Berlin zur modernen Unterhaltungsmetropole. Um 1900 entstanden in dieser Gegend unzählige Cafés, Vergnügungslokale, Kabaretts, Theater, Kinos und Geschäfte...

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Glanz und Sachlichkeit

Ende der 1920er Jahre galt Jeanne Mammens Aufmerksamkeit besonders den Frauen der großstädtischen Vergnügungsszene. Das Gemälde Revuegirls betont dabei nicht die neckisch-frivole Manier nächtlicher Tanzdarbietungen, sondern eher die dunkle Seite dieser Welt: Entfremdung und harte Arbeit.

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Die Beobachterin

In den 1920er-Jahren wählte Jeanne Mammen die modischen Inszenierungen der Vamps und Girls zum Thema zahlreicher Aquarelle und Zeichnungen. Sie selbst wollte jedoch lieber „ungesehen durch die Welt gehen“. Künstlerische Selbstbespiegelung lag ihr nicht.

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Äusserlicher Kurzbericht

Diskretion in eigener Sache war ein Lebensgrundsatz Jeanne Mammens. Selbstporträts gibt es wenige, auch keinen schriftlichen Lebenslauf. Erst  1974 ließ sie sich zu einigen biografischen Stichworten unter dem Titel „Äußerlicher Kurzbericht“ überreden.

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Schreib mir, Emmy!

Nach 1933 wurde es für Jeanne Mammen und viele ihrer Freund*innen in Deutschland ungemütlich. Wer konnte, verließ das Land. Ein Filmdrehbuch der Künstlerin mit dem Titel Schreib mir, Emmy! handelt davon: Max erwartet Nachricht von  Emmy...

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UNABHÄNGIG UND EIGENSINNIG

Unter den vielfältigen Figuren und Typen, die wir in Jeanne Mammens Werk kennenlernen, sind es Frauen, die bei uns die stärksten Eindrücke hinterlassen. Als Chronistin der Weimarer Republik seziert die Künstlerin mit spitzer Feder all jene Rituale der Neuen Frau, denen sie sich hingibt, um dem medial geprägten Ideal zu entsprechen ...

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Glanz und Elend

Für ein Magazincover inszeniert Jeanne Mammen ein mondänes Paar vor einer modernen Großstadtkulisse mit Hochhäusern, Stadtbahnbrücken und soviel nächtlichem Lichterglanz, dass der Mond hoch oben am nachtschwarzen Himmel kaum noch als Leuchtmittel taugt.

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Ihr Leben in Bildern

Orange-rotes Top, kalkweißes Gesicht, das pechschwarze Haar streichholzkurz gestutzt – wie keine andere verkörperte Valeska Gert das Idealbild der Neuen Frau. Der zur Schau gestellte Kontrollverlust als Ausdruck individueller Freiheit wurde zu ihrem Markenzeichen und revolutionierte die Tanzszene der Weimarer Republik...

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Berlinische Galerie

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Tageskarte 10 Euro
Ermäßigt 7 Euro (gilt auch für Gruppen ab 10 Personen)
Jeden ersten Montag im Monat 6 Euro

Freier Eintritt bis 18 Jahre

Ermäßigung bei Vorlage eines Tickets des  Jüdischen Museums Berlin am Tag des Erwerbs und an den zwei folgenden Tagen. Dieses Angebot gilt auch umgekehrt.

Orientierungsplan

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