Hauptwerke, wichtige Künstler und Epochen

der Sammlungspräsentation

Bildende Kunst

Zu den Hauptwerken der Bildenden Kunst gehören die Gemälde und Skulpturen großer Künstler wie Max Liebermann, Max Beckmann, Otto Dix, Naum Gabo oder Wolf Vostell. Zudem sind Werke von weniger bekannten Vertretern des Impressionismus, Expressionismus, der osteuropäischen Avantgarde, der Neuen Sachlichkeit, des Informel oder der figurativen Malerei der 1960er- und 1970er-Jahre zu entdecken. Ein besonderes Augenmerk gilt Künstlerinnen und Künstlern, die durch die beiden Weltkriege und insbesondere durch die Repressionen gegen Kunst und Künstler unter nationalsozialistischer Herrschaft in Vergessenheit geraten sind, wie etwa Felix Nussbaum, Hannah Höch oder Werner Heldt.

Fotografie

Das Landesmuseum verfügt über eine der bedeutendsten Sammlungen zur künstlerischen Fotografie in Deutschland. Sie zeigt den Beitrag Berlins für die Entwicklung des Mediums von etwa 1900 bis 1980: die frühe Straßenfotografie um 1900 (Heinrich Zille), die zeitgleich entstehende Kunstfotografie (Nikola Perscheid, Rudolf Dührkopp), die Fotografie der Moderne in den 1920er-Jahren (Raoul Hausmann, Fritz Brill, Alexander Rodtschenko), die journalistische Fotografie dieser Zeit (Erich Salomon), Propagandabilder des Nationalsozialismus aus der Zeitschrift „Volk und Welt“, die Fotografie der Nachkriegszeit, die abstrakte und subjektive Fotografie aus den 1950er-Jahren (Fritz Kühn) sowie die neu entstehende Autorenfotografie der 1970er-Jahre (Michael Schmidt).

Anlässlich des Monats der Fotografie widmet die Berlinische Galerie einen Raum in ihrer Sammlungspräsentation dem Bildjournalisten Erich Salomon. Salomon ist einer der wichtigsten Fotografen und Bildjournalisten des 20. Jahrhunderts, dessen Nachlass die Berlinische Galerie besitzt. 2015 forschte die Stipendiatin Christiane Kuhlmann dem Thema „Der unbekannte Erich Salomon“. Forschungsgrundlage des Thomas-Friedrich-Stipendiums waren zum einen Salomons legendärer Lichtbildvortrag von 1931 im Hotel Kaiserhof in Berlin und zum anderen die beiden Ausstellungen in der Royal Photographic Society und in der Ilford Gallery (London 1935 und 1937).

Erich Salomon, Damengesellschaft in der deutschen Botschaft in Washington, 1932, © bpk - Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte
Erich Salomon, Die Hüte des deutschen Reichskanzlers und seines Außenministers, rechts die der französischen Delegation vor Ramsay Macdonalds Zimmertür im Hotel Beau Rivage in Lausanne, 1932, © bpk - Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte
Erich Salomon, Lausanner Abrüstungskonferenz, Abschlusstreffen der Politiker im Hotel Beau Rivage, Juli 1932, © bpk - Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte

Grafik

Umfangreiche Konvolute zu Dada (Hannah Höch, u.a.), Neuer Sachlichkeit (Jeanne Mammen, Gertrude Sandmann) und Kunst nach 1945 (Hans Uhlmann, Werner Heldt) markieren  Schwerpunkte der Grafischen Sammlung. Während Arbeiten von Hannah Höch zur Zeit in der Sonderausstellung Dada Afrika bewundert werden können und eine große Schau zu Jeanne Mammen für 2017 in Vorbereitung ist, beleuchten Werke von Gertrude Sandmann oder Hans Uhlmann die schwierigen Jahre zwischen 1933 und 1945 und die Zeichnungen von Werner Heldt den melancholisch grundierten Aufbruch nach 1945.

Architektur

Neben dem Modell der Sternkirche (Entwurf 1921/1922 von Otto Bartning) sowie fotografischen und filmischen Projektdokumentationen der 1930er-Jahre (Hermann Kaspar, Albert Speer) zeigt die Architektursammlung anhand von Plänen, Skizzen, Fotografien und Modellen wichtige in Berlin entstandene Projekte und Gebäude der sogenannten Nachkriegsmoderne (1950er- bis Anfang der 1970er-Jahre). 

Künstler Archive

Mit Katalogen, Zeitschriften, historischen Fotografien und Unterlagen aus dem Kunsthandel aus den Künstler-Archiven des Hauses werden die frühen Wege der Vermittlung moderner Kunst nachgezeichnet. Ausgehend von den wegweisenden Ausstellungen der Berliner Secession spannt sich der Bogen bis zum revolutionären Aufbruch in der Weimarer Republik. Innovative Strategien wie Postkarten von Künstlern und Kunstwerken, die Herwarth Walden für seine Galerie Der Sturm herausgab, sind ebenso zu entdecken wie Ausstellungsführer der Novembergruppe, die ein neues Publikum ansprechen sollten.

Temporär ausgestellte Werke

In unregelmäßigen Abständen werden einzelne Werke in der Sammlungspräsentation ersetzt, weil sie als Leihgaben unterwegs sind. Außerdem werden aus konservatorischen Gründen regelmäßig besonders lichtempfindliche Werke der Fotografie und Grafik ausgetauscht. Welche Werke aktuell zu sehen sind, zeigt die Sammlung Online.

 

Berlinische Galerie

Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Stiftung Öffentlichen Rechts

Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

bg@berlinischegalerie.de

Tel +49 (0)30-789 02-600
Fax +49 (0)30-789 02-700

Öffnungszeiten

Mittwoch–Montag 10:00–18:00 Uhr
Dienstag geschlossen
24.12. und 31.12. geschlossen

EINTRITTSPREISE

Tageskarte 8 Euro
Ermäßigt 5 Euro (gilt auch für Gruppen ab 10 Personen)
Jeden ersten Montag im Monat 4 Euro

Freier Eintritt bis 18 Jahre

Ermäßigung bei Vorlage eines Tickets des  Jüdischen Museums Berlin am Tag des Erwerbs und an den zwei folgenden Tagen. Dieses Angebot gilt auch umgekehrt.