Bernhard Martin, Gähnen und applaudieren im Orchestergraben, 2013, © VG Bild Kunst, Bonn 2014, Foto: Soon-Hak Kwon, London

Bernhard Martin

Fred-Thieler-Preis 2015

Der Fred-Thieler-Preis für Malerei 2015 geht an Bernhard Martin. Der 1966 in Hannover geborene Künstler erhält den Preis für seinen konzeptuellen und zugleich erzählerischen Umgang mit dem Medium der Malerei.

Seine oft in Serien angelegten, exzessiven Bilderzählungen folgen stilistisch keiner individuellen Handschrift, sondern suchen sich für jedes Thema die passenden Bildmittel. So finden sich in seinen Gemälden immer wieder auch Anleihen an künstlerische Vorbilder wie die Malerei der Renaissance, Pablo Picasso oder Francis Bacon. Angereichert mit vermeintlichen Realitätsfragmenten eröffnen die Werke von Bernhard Martin ein abgründiges Universum bizarrer inhaltlicher und stilistischer Konstruktionen. In diesem selbst erschaffenen  System leben seine Figuren und treten miteinander in Beziehung, fernab allgemeingültiger Werte und Konventionen.

Die Jury bestand aus: Valérie Favre (Künstlerin), Katharina Grosse (Künstlerin), Udo Kittelmann (Direktor Nationalgalerie Berlin), Thomas Köhler (Direktor Berlinische Galerie) und Gerwald Rockenschaub (Künstler).

Seit 1992 wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis alljährlich (seit 2007 alle zwei Jahre) am 17. März, dem Geburtstag Fred Thielers (1916–1999), vergeben. Der Altmeister des Informel widmete diesen Preis „herausragenden Malerinnen und Malern, deren künstlerische Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist und die die Anerkennung der Öffentlichkeit verdienen.“ Die Jury wählt in diesem Sinne Künstler aus, die ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt in Deutschland haben und deren Werk abseits vom aktuellen Marktgeschehen in der zeitgenössischen Kunst eine internationale Strahlkraft hat. Mit dem Preis sind eine Werkpräsentation in der Berlinischen Galerie sowie eine Publikation der Laudatio in einer Festschrift verbunden. Ausstellung und Preisverleihung 2015 werden nach der Wiedereröffnung der Berlinischen Galerie im Frühjahr stattfinden.

Preisträger 1992 bis 2013: Eugen Schönebeck, Peter Bömmels, Lothar Böhme, Andreas Brandt, Reinhardt Pods, Jan Kotík +, K. H. Hödicke, Walter Libuda, A. K. Dolven, Peter Herrmann, Marwan, Katharine Grosse, Cornelia Schleime, Günter Umberg, Bernd Koberling, Gerwald Rockenschaub, Pia Fries, Bernard Frize, Sergej Jensen

Die Berlinische Galerie gibt in Zusammenarbeit mit Amazing Editions eine Serie von sieben Druckgraphiken mit dem Titel „Im Immer“ von Bernhard Martin heraus. Mehr Informationen zur Edition finden Sie hier.

 

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03.10., 31.10. und 26.12.2017

EINTRITTSPREISE

Tageskarte 8 Euro
Ermäßigt 5 Euro (gilt auch für Gruppen ab 10 Personen)
Jeden ersten Montag im Monat 4 Euro

Freier Eintritt bis 18 Jahre

Ermäßigung bei Vorlage eines Tickets des  Jüdischen Museums Berlin am Tag des Erwerbs und an den zwei folgenden Tagen. Dieses Angebot gilt auch umgekehrt.

Programm zur Ausstellung

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Orientierungsplan

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