Jeanne Mammen

Die Großstadtchronistin

In den 1920er-Jahren boomte Berlin. Nach dem Ersten Weltkrieg kamen junge Leute in Scharen in die Hauptstadt der jungen Republik, um Arbeit, Wohlstand und ein selbstbestimmtes Leben, womöglich auch jenseits traditioneller Geschlechterrollen zu finden. Jeanne Mammen, die in Paris eine fortschrittliche Erziehung und Bildung genossen hatte, kam 1916 verarmt und arbeitslos in die deutsche Hauptstadt. Durch Modezeichnungen, Plakatdesign und Illustrationen sicherte sie sich ihr Überleben. 1920 bezog sie ein Atelier im mondänen Berliner Westen, direkt am Kudamm 29 im Hinterhaus. Mit ihrem Zeichenstift erkundete sie von hier aus das mondäne Stadtleben rund um den Kurfürstendamm, die Orte schwul-lesbischer Subkultur rund um den Nollendorfplatz oder die Arbeiterkneipen im Wedding. Im Atelier entstanden daraus eben jene Aquarelle, die sie in satirischen Zeitschriften veröffentlichte und für die sie heute noch berühmt ist, wie etwa „Zwei tanzende Frauen“ um 1928.

Diese und weitere Darstellungen der pulsierenden Metropole Berlin werden ab dem 6. Oktober in der Ausstellung Jeanne Mammen. Die Beobachterin zu sehen sein. Zur Eröffnung der Ausstellung am 5. Oktober ab 19 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Weitere Geschichten zu Jeanne Mammen hier.

 

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