Neues Bauen für den Neuen Menschen

Architektur in der Novembergruppe

Funktional, klar und nüchtern war die Architektur des Neuen Bauens. Die Novembergruppe spielte bei der Geburt dieser modernen Baurichtung eine wichtige Rolle: Während der Inflationsjahre gab es insbesondere für die innovativen Architekten so gut wie keine Aufträge, denn die Wirtschaft lag am Boden.

In dieser schwierigen Situation boten die Novembergruppen-Ausstellungen für Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe, Hugo Häring, Max Taut und weitere Vertreter des Neuen Bauens eine willkommene Gelegenheit, ihre neuartigen Entwürfe von Hochhäusern, Theatern, Tankstellen, Parkhäusern und Wohnanlagen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Ab 1923 gestalteten die Architekten auf den jährlichen Schauen sogar eigene Säle und zeigten ihre Projekte getrennt von der Bildenden Kunst. In der Presse wurden diese Räume als Ausdruck einer neuen Gesellschaft gefeiert. Als Ludwig Mies van der Rohe 1924 den Vorsitz der Vereinigung übernahm, stärkte er die Rolle der Architektur in der Novembergruppe noch mehr. Kein Wunder, dass sich die übrigen Kunstschaffenden an den Rand gedrängt fühlten. 1927 kam es zum Bruch, und die Baukünstler traten nahezu geschlossen aus. Die Führung in der modernen Architektur übernahmen fortan Das Bauhaus und Der Ring.

Weitere Geschichten zur Novembergruppe hier.

 

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