Faszination Valeska Gert

Tänzerin – Schauspielerin – Kabarettistin – Barbesitzerin

Bereits bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt 1916 verblüffte Valeska (1892-1978) das Publikum. Sie tanzte unter extremem Einsatz von Körper, Mimik und Stimme. Ihre „Tontänze“ stellten ungraziös und grotesk Figuren der Großstadt dar. Existenziellen Zuständen wie Geburt und Tod verlieh sie Ausdruck. Ab Mitte der 1920er Jahre wirkte sie zudem in Stummfilmen mit, etwa 1925 in „Die freudlose Gasse“ und 1930/31 in der „Dreigroschenoper“. Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht und Sergei Eisenstein begeisterten sich für die exzentrische Künstlerin. Gemälde, Zeichnungen und Fotografien von Jeanne Mammen, B. F. Dolbin oder Umbo zeigen Gert über die Bühnenpose hinaus als Typus ihrer Zeit.

Bis ins hohe Alter hat Valeska Gert junge Menschen inspiriert, die sozial oder künstlerisch unangepasst leben und handeln wollten. Für die alternative Kunstszene Westberlins der frühen 1980er Jahre war Gert auch nach ihrem Tod eine wichtige Referenzfigur, etwa für die Punkmusikszene mit Frieder Butzmann oder Wolfgang Müller, Gründungsmitglied der Gruppe „Die Tödliche Doris“.

 

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