„Denn die Nächte Berlins sind so bunt, so stark pulsierend, so heiß und so sehr von einer steten Jagd nach Vergnügen und Unterhaltung erfüllt“, hieß es schon in den 1920er Jahren in einem Reiseführer.

Max Beckmann genoss das Nachtleben Berlins in den 1920er Jahren in vollen Zügen. Auch wenn er seit 1915 im beschaulichen Frankfurt am Main lebte, hielt er engen Kontakt zur aufstrebenden Metropole, wo er mit wichtigen Ausstellungen präsent war und sich inspirieren ließ. Hier besuchte er die legendären Nachtclubs, die Tanzlokale und Variétes, wo er die Halbwelt der „Goldenen Zwanziger“, die Kriegsgewinnler, Tänzerinnen und Prostituierte, Handelsvertreter und das elegante Publikum studieren konnte. Davon erzählt unter anderem die Grafik „Der Nackttanz“ aus seiner Mappe „Berliner Reise“, die jüngst für die Sammlung der Berlinischen Galerie erworben werden konnte und bald in der Ausstellung „Max Beckmann und Berlin“ zu sehen sein wird. Beckmanns langjähriger Kunsthändler und Freund J. B. Neumann berichtete von den gemeinsamen nächtlichen Ausflügen: „[...] seine erste Bestellung war immer: ‚Champagner‘. Er trank die ganze Flasche und bot mir keinen Tropfen an.“

Beckmanns Zeugnisse des Nachtlebens der „Goldenden Zwanziger“ sind ab dem 20.11.2015 in der Ausstellung Max Beckmann und Berlin zu sehen. Unsere Museumsbar stellt den Sekt schon einmal für Sie kalt.

Themenführung "Max Beckmann und das Nachtleben":
12.12., 26.12., 09.01 16:30 Uhr – 17:30 Uhr

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