Die Novembergruppe

Agentin der Avantgarde

Von 1919 bis 1932 realisierte die Novembergruppe knapp 40 Ausstellungen, veröffentlichte Publikationen und veranstaltete Konzerte, Lesungen, Feste und Kostümbälle. So wurde die Gruppe auf vielen Ebenen zur Kunstvermittlerin der Moderne und sorgte für Ge­sprächsstoff und heftigen Streit.

An dieser Stelle erhalten Sie in regelmäßigen Abständen Einblicke in die bekannteste unbekannte Kreativgemeinschaft in dramatischen Zeiten.


Prolog

Deutschland im Herbst 1918. Arbeiter*innen und Soldaten zogen demonstrierend durch die Straßen. Sie forderten das Ende des Ersten Weltkriegs und die Abdankung des Kaisers – mit Erfolg: Am 9. November wurde die Republik ausgerufen...

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Agentin der Avantgarde

In den 1920er Jahren war Berlin so lebendig wie noch nie. Befreit von den Schrecken und der Last der Kriegsjahre, drängten sich die Menschen in Bars und Kabaretts, Cafés und Tanzlokalen – Berlin wurde zum Sinnbild des Vergnügens und der kreativen Energie...

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Revolutionäre des Geistes

„Wir stehen auf dem fruchtbaren Boden der Revolution. Unser Wahlspruch heißt: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!“ So beginnt ein Manifest, das die Novembergruppe bald nach ihrer Gründung mitten in den Wirren der Novemberrevolution entwarf.

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Künstlerinnen der Novembergruppe

Mit der Revolution von 1918/19 schlug die Stunde der Frauen. Sie hatten sich das Wahlrecht erkämpft und waren in der Weimarer Nationalversammlung als Politikerinnen vertreten. Auch im Kunstleben forderten sie ihren Platz ein und durften nun endlich an den Kunstakademien studieren.

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Neues Bauen

Funktional, klar und nüchtern war die Architektur des Neuen Bauens. Die Novembergruppe spielte bei der Geburt dieser modernen Baurichtung eine wichtige Rolle.

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Neue Musik neue Konzerte

Es ist eine stattliche Bilanz: In knapp 15 Jahren veranstaltete die Novembergruppe nicht nur an die 40 Ausstellungen im In- und Ausland sondern auch 21 Musikabende.

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Interdisziplinarität

Die eleganten und dynamischen Figuren der  Skulptur „Dreiklang“ erinnern  an eine tanzende Gruppe. Auf den zweiten Blick erst erkennt man die Andeutungen von Köpfen, Armen und Beinen, die rhythmisch im Kreis schwingen.

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Im Kreuzfeuer der Kritik

Die Novembergruppe und die Presse: Die ersten Ausstellungen der Novembergruppe wurden von der Presse in der Luft zerrissen. In ein „Tollhaus“ fühlte sich der Kritiker des Berliner Tageblatts versetzt, als er die Abteilung der Novembergruppe in der Großen Berliner Kunstausstellung 1919 besuchte.

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Die Avantgarde geht über den Äther

1925 konnte man in der Zeitschrift „Der Deutsche Rundfunk“ lesen: „Endlich – nach allzu langem Zögern hat sich nun auch die Berliner Sendestelle entschlossen, der jungen und lebendigen Kunst unserer Zeit Raum in ihren Programmen zu gewähren.

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Unvereinbar radikal

Anfang Mai 1921 schrieb der Maler Otto Dix wütend an seinen Dada-Kollegen Raoul Hausmann: „Lieber Raul, sage der Novembergruppe, sie seien elende Spießer und ich zolle diesen Leuten meine vollste Verachtung. (...) Ich schlage vor, (...) sie sollen sich Vormärzgruppe nennen.“

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Malerei mit Zeit

1925 schrieb die Novembergruppe Filmgeschichte. Gemeinsam mit der Kulturabteilung der Universum Film organisierte sie im Ufa-Palast am Kurfürstendamm die erste öffentliche Vorführung des Experimentalfilms in Deutschland überhaupt – die heute legendäre Matinee „Der absolute Film“.

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Tanz und Trubel

Im amüsiersüchtigen Berlin der 1920er Jahre veranstaltete die Novembergruppe regelmäßig Feste und Kostümbälle, die bald zum Stadtgespräch wurden: Jedes Jahr kamen mehr Gäste, bis schließlich 6000 Besucher alle Räume der Philharmonie füllten.

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Das erzwungene Ende der Novembergruppe

Deutschland zu Beginn der 1930er Jahre: Die Weltwirtschaftskrise führte zu einer nie gekannten Massenarbeitslosigkeit, die dem erstarkenden Nationalsozialismus in die Hände spielte.

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