Die Novembergruppe

Künstlerinnen

Mit der Revolution von 1918/19 schlug die Stunde der Frauen. Sie hatten sich das Wahlrecht erkämpft und waren in der Weimarer Nationalversammlung als Politikerinnen vertreten. Auch im Kunstleben forderten sie ihren Platz ein und durften nun endlich an den Kunstakademien studieren. In einer männlich dominierten Kunstwelt war es allerdings weiterhin schwer für sie, Karriere zu machen – eine Situation, die auch heute noch viele Künstlerinnen erleben.

Hannah Höch gehörte zu den wenigen Frauen in der Novembergruppe. Die Dadaistin ist bekannt für ihre Collagen, sie schuf aber auch abstrakte Aquarelle und neusachliche oder surreale Gemälde. Die Offenheit der Novembergruppe für jede Form moderner Kunst kam ihr entgegen. Weitere  Mitglieder waren die Bildhauerin Emy Roeder und die Künstlerin Ines Wetzel. Auf den erhaltenen Mitgliederlisten, lassen sich nie mehr als fünf Künstlerinnen finden. Unter den gut 480 Kunstschaffenden, die im Laufe der Zeit mit der Novembergruppe ausstellten, waren aber immerhin knapp 70 Frauen. Die meisten von ihnen sind heute vollkommen unbekannt.

Mit 119 Werken von 69 Künstler*innen, darunter 48 Gemälde, 14 Skulpturen, 12 Architektur­modelle und -zeichnungen, feiert die Berlinische Galerie mit der allerersten umfassenden Überblicksschau den 100. Ge­burtstag der bekanntesten unbekannten Kreativgemeinschaft in dramatischen Zeiten.

Weitere Geschichten zur Novembergruppe hier.

 

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