Revolutionäre des Geistes

Befreiungsenergien der neuen Kunst

„Wir stehen auf dem fruchtbaren Boden der Revolution. Unser Wahlspruch heißt: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!“

So beginnt ein Manifest, das die Novembergruppe bald nach ihrer Gründung mitten in den Wirren der Novemberrevolution entwarf. Für diese Werte, die schon in der Französischen Revolution von 1789 galten, trat die Vereinigung bis zu ihrer Auflösung ein. Sie stand für die Freiheit des Ausdrucks, die Gleichheit aller Kunstgattungen und Stile, die Solidarität der Mitglieder untereinander.

Obwohl die Novembergruppe sich als revolutionäre Vereinigung sah, agierte sie jedoch nie parteipolitisch, sondern konzentrierte sich auf die Revolution in der Kunst. „Wir halten es für unsere spezielle Pflicht, alle wertvollen Begabungen auf künstlerischem Gebiet zu sammeln und zum öffentlichen Wohle der Gesamtheit zuzuführen“, hieß es in dem Manifest. Die Künstler*innen glaubten an die Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft durch die Wirkung der Kunst.

Mit 119 Werken von 69 Künstler*innen, darunter 48 Gemälde, 14 Skulpturen, 12 Architektur­modelle und -zeichnungen, feiert die Berlinische Galerie mit der allerersten umfassenden Überblicksschau den 100. Ge­burtstag der bekanntesten unbekannten Kreativgemeinschaft in dramatischen Zeiten.

Weitere Geschichten zur Novembergruppe hier.

 

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