Digitalisierung

Fotografische Panoramen und Luftaufnahmen West-Berlins von Otto Borutta (1955–1970)

Seit Dezember 2017 ergänzen rund 590 Stadtbilder des Fotografen Otto Borutta die Online-Präsentation der Berlinischen Galerie. Im Auftrag der West-Berliner Bauverwaltung hergestellt,  dokumentieren sie den Aufbau der westlichen Stadthälfte von 1955 bis 1973 nach den architektonischen und städtebaulichen Leitlinien der sogenannten Nachkriegsmoderne. In Verbindung mit den bereits öffentlich zugänglichen Stadtaufnahmen des „Ost-Berliner-Fotoarchivs“ ist es nun möglich, am Beispiel der Bestände der Architektursammlung den auf beiden Seiten der Mauer getrennt voneinander verlaufenden Wiederaufbau der Stadt Berlin in weiten Teilen nachzuvollziehen.

Der Fotograf Otto Borutta

Otto Borutta, 1903 in Bochum geboren, lebte von 1940 bis 1984 in Berlin. 1941 legte er dort die Meisterprüfung zum Fotografen ab. Als Spezialist für Industrie- und Architekturfotografie, machte er sich vor allem mit seinen Luftaufnahmen und den aus mehreren Einzelbildern zusammengesetzten fotografischen Stadtpanoramen einen Namen.

Otto Borutta wählte seine Motive von einem erhöhten Standpunkt aus, um neu entstehende Gebäude, Siedlungen und Straßen im Kontext ihrer meist ruinösen oder von Brache gekennzeichneten Umgebung darzustellen. Neben breiten, autogerechten Verkehrswegen und Plätzen, wie der Breitscheidplatz oder der Ernst-Reuter-Platz, hielt er in scheinbarer Objektivität neue, in moderner Bauweise errichtete Bautypen und Wohnquartiere fest, so zum Beispiel Hansaviertel (Internationale Bauausstellung 1957), Springprojekt oder die Großsiedlungen am Stadtrand.

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