Hell’s Bells

Deutschlandpremiere des neuen Spielfilms von John Bock

Parallel zur Ausstellung John Bock. Im Moloch der Wesenspräsenz findet im IBB-Videoraum der Berlinischen Galerie die Deutschlandpremiere von Hell’s Bells, dem neuesten Spielfilm des Künstlers, statt. In den Hauptrollen sind Bibiana Beglau, Lars Eidinger, Laurenz Leky und Frank Seppeler zu sehen. Der Film zitiert das Genre des Westerns und sein klassisches Figurenpersonal. Und doch gibt er sich aufgrund der hintergründig-absurden Handlung und der skulpturalen, von John Bock gestalteten Objekte, unmittelbar als Werk des Künstlers zu erkennen.

John Bock arbeitet seit Jahren intensiv mit Filmen. Zunächst sah er in diesem Medium die Möglichkeit, seine Live-Aktionen zu erweitern und durch filmische Techniken wie Schnitt, Zeitsprünge und Close-ups zu präzisieren. 2004 produzierte er mit Meechfieber seinen ersten längeren Spielfilm.

Der Western wurde am 01.03.2017 bei Sadie Coles HQ in London uraufgeführt.

Im Rahmen des Gallery Weekend Berlin wird der Western am 29.04. von 10:30 Uhr bis 18 Uhr präsentiert.

Cast
HauptdarstellerInnen: Bibiana Beglau (Fremde), Lars Eidinger (Bösewicht), Laurenz Leky (Schußwundenheini), Frank Seppeler (Priester)
Weitere: Aydo Abay (Gangster), Quirin Bäumler (Gangster), Anna Bone (Muse), Heiner Franzen (Barkeeper), Laura Gaiser (Muse), Till Gaiser (Schuhputzerjunge), Lea Gocht (Muse), Florian Koehl (Gangster), Adrian Lohmüller (Ladenbesitzer), Christian Maier (Gangster), Manfred Peckl (Gangster), Benjamin Quabeck (Arzt und Gangster), Felix Rombach (Gangster), Josephine Schneider (Kind), Corinne Wasmuht (Puffmutter)

Crew

Bildgestaltung: David Schultz; Set Fotografie: Martin Sommer; Licht: Raphael Beinder, Andy Kaiser; Ton & Filmmusik: Kris Limbach; Ton Assistenz: Robert Fuhrmann; Sound design: Kris Limbach, Benjamin Quabeck; Weitere Musik: Agente Costura, Hopek Quirin, Rieko Okuda, Stephan Müller; Ausstattung & Set Design: Markus Bertuch, Adrian Lohmüller, Felix Rombach, Hervé Humbert; Kostümbild: Karin Betzler; Maskenbild: Julia Böhm; Assistenz Maske & Kostüm: Elena Ziegler; Produktionsleitung: Anette Schäfer; Schnitt: Benjamin Quabeck; Regie: John Bock

Produced by Sadie Coles HQ


Biografien der Hauptdarsteller


Seit dem Beginn ihrer Karriere arbeitet Bibiana Beglau mit Regisseuren, die das Theater und den Film der Gegenwart prägen. So spielte sie wiederholt unter der Leitung von Christoph Marthaler, Einar Schleef, Frank Castorf, Luk Perceval und Martin Kušej, bevor sie nationale Berühmtheit und internationale Anerkennung mit ihrer Hauptrolle in Volker Schlöndorffs Spielfilm Die Stille nach dem Schuss erlangte. Bibiana Beglau wurde mehrfach ausgezeichnet und als Schauspielerin für ihre herausragenden Leistungen gewürdigt, darunter mit dem Silbernen Bären der Berlinale als beste Darstellerin, dem Ulrich-Wildgruber-Preis sowie dem Adolf-Grimme-Preis. Neben ihren Theater- Engagements an allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen spielt Bibiana Beglau in vielen großen Film- und Fernsehproduktionen wie Der Mörder und sein Kind, Der neunte Tag, 3 Grad kälter oder Unter dem Eis. Ihre Intensität beim Spielen sowie ihre souveräne Darstellung widersprüchlichster Gefühle werden sowohl von Regisseuren geschätzt als auch vom Feuilleton vielfach anerkannt. Ihr Spiel zeugt im hohen Maß von schauspielerischer Intelligenz sowie einer eigenartigen und herausragenden Körperlichkeit, mit der sie die Rollen zum Leben erweckt. Sie ist Ensemblemitglied des Residenztheaters in München und ist weiterhin am Thalia Theater in Hamburg zu sehen. Bibiana Beglau ist 2015 für ihre besondere schauspielerische Leistung mit dem Deutschen Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet worden. Bibiana Beglau ist Mitglied der Akademie der Künste sowie der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Lars Eidinger, 1976 in Berlin geboren, studierte von 1995 bis 1999 an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Seit 1999 ist er Ensemblemitglied an der Berliner Schaubühne. Seine Darstellung des Hamlet und Richard III. in den Inszenierungen von Thomas Ostermeier wurde international gefeiert und machte ihn zum prägenden Schauspieler der Schaubühne. Neben der Theaterarbeit ist Lars Eidinger in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen, u.a. in Alle Anderen (Regie: Maren Ade, 2008), Goltzius & The Pelican Company (Regie: Peter Greenaway, 2011), Was bleibt (Regie: Hans-Christian Schmid, 2011), Tatort – Borowski und der stille Gast (Regie: Christian Alvart, 2012), Clouds of Sils Maria (Regie: Olivier Assayas, 2013), Familienfest (Regie: Lars Kraume, 2014), Personal Shopper (Regie: Olivier Assayas, 2015), SS-GB (BBC, Regie: Philipp Kadelbach, 2015), Mathilda (Regie: Alexey Uchitel, 2014-15), Die Blumen von gestern (Regie: Chris Kraus, 2015), Terror (Regie: Lars Kraume, 2016), Werk ohne Autor (R: F. H. v. Donnersmarck), Babylon Berlin (R: Tom Tykwer, Hendrik Handloegten, Achim von Borries), Sense 8 (R: Lana, Wachowski, Lilli Wachowski). Alle anderen von Maren Ade, in dem Lars Eidinger neben Birgit Minichmayr die männliche Hauptrolle spielt, wurde 2009 mit dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnet.
Er war für den Deutschen Fernsehpreis als Bester Hauptdarsteller 2010 für Verhältnisse und 2013 für Polizeiruf – Der Tod macht Engel aus uns allen nominiert. 2013 erhielt Lars Eidinger den Preis der Deutschen Filmkritik als Bester Darsteller und 2014 den Grimme-Preis. Neben der Schauspielerei ist Lars Eidinger als Musiker und DJ tätig. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Laurenz Leky
arbeitete nach seinem Schauspielstudium am Mozarteum in Salzburg an deutschen Stadttheatern, u.a. in Frankfurt am Main, Leipzig u. Osnabrück. 2010/11 absolvierte er an der Universität Bradford, GB, einen Master-Studiengang in Konfliktlösung und besuchte 2011 Ruanda. Bei Diskussionen mit humanitären Helfern und Politikern, u.a. Präsident Kagame und Verteidigungsminister Kabarebe, kam er zum ersten Mal in Berührung mit dem Konflikt in der DR Kongo. 2012 arbeitete er für die amerikanische NGO Search For Common Ground im Ostkongo, wo er „Theater als Mittel der Konflikttransformation“ unterrichtete. 2013 war er künstlerischer Leiter der Theaterproduktion Unsere Münchner Freiheit mit afrikanischen Flüchtlingen am Lustspielhaus München. Seine Monologe Kongo-Müller und KoNGOland kamen 2014 am Theater Rampe in Stuttgart heraus. Seit August 2016 leitet er gemeinsam mit Bernd Schlenkrich und René Michaelsen das Theater im Bauturm in Köln.

Frank Seppeler, Jahrgang 1968, studierte von 1993 bis 1997 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Sein erstes Engagement führte ihn ans Maxim-Gorki Theater Berlin, dann folgten Engagements ans Deutsche Theater Berlin (2001-2008), wo er z.B. mit Thomas Langhoff, Nicolas Stemann und Tina Lanik arbeitete, und dem Schauspielhaus Zürich (2009-2013) mit Rollen z.B. als Faust/Mephisto, Graf Wetter vom Strahl oder "Stiller". Als Gast arbeitete er in den letzten Jahren regelmäßig am Schauspielhaus Düsseldorf, z.B. als Richter Adam im "Zerbrochenen Krug" unter der Regie von Dusan David Parizek und am Schauspielhaus Bremen, wo er zuletzt als John Proctor in Arthur Millers "Hexenjagd" unter der Regie von Klaus Schumacher zu sehen war. Zur Zeit arbeitet er am Deutschen Theater in der Produktion "Niemand" unter der Regie von Dusan David Parizek.

 

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