MANFRED PAUL

IM GESPRÄCH MIT ULRICH DOMRÖSE

Wir trafen Manfred Paul bei seinem Galeristen in der "photo edition berlin". Ulrich Domröse, Leiter der Sammlung Fotografie der Berlinischen Galerie, sprach mit ihm über wichtige Etappen seines Werks und künstlerischen Selbstverständnisses. Anhand von Originalen, Lichtbildern und Katalogen erhielten wir aufschlussreiche Einblicke in das Schaffen des Fotokünstlers.

Manfred Pauls Thema ist die Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit aller Dinge, seine Ausdrucksweise die der Poesie. Seine Bilder sind berückend schön und tief melancholisch zugleich. Es ist die bildnerische Qualität, die die Aufnahmen von Dingen und Menschen zu einem Gleichnis des Lebens werden lässt. Anfang der 70er Jahre beginnt Paul in Ostberlin zu fotografieren. Die erste große Serie sind Stadtaufnahmen, mit denen er auf sinnbildhafte Weise sein Lebensgefühl in Anbetracht der Mauer darstellt. Später folgen Stillleben, objets trouvés, Porträts und Landschaften. Bis in das neue Jahrtausend hinein fotografiert er mit einer Großbildkamera in schwarz-weiß. Für seine Blumenstillleben und Meereslandschaften entschließt er sich jedoch für eine beinahe monochrome Farbfotografie.

Das Galeriegespräch wurde umrahmt von einem köstlichen Buffet, bei dem es außerdem Freude machte, sich persönlich untereinander und mit dem Künstler austauschen zu können. Wir danken Manfred Paul, Ulrich Domröse, dem Galeristen Gunther Dietrich und seinen Mitarbeitern für diesen anregenden wie warmen Abend in geselliger Runde!

Fotos: Hannes Wiedemann