Montag, 03.04.2017, 19:00 Uhr 

Screening und Gespräch: Super-8-Filme Cornelia Schleime

Cornelia Schleime, Ein Wimpernschlag, 2016, © Cornelia Schleime, Repro: Bernd Borchardt

Am 3. April um 19 Uhr zeigt die Berlinische Galerie im Rahmenprogramm der Ausstellung Cornelia Schleime. Ein Wimpernschlag. Hannah-Höch-Preis 2016 zwei der vier erhaltenen Super-8-Filme der Künstlerin aus der DDR-Zeit: Das Nierenbett (1983) und Unter weißen Tüchern (1983). Im Anschluss führt der Filmwissenschaftler Dr. Claus Löser ein Gespräch mit Cornelia Schleime über die Rolle der Filme in ihrem Werk und die Super-8-Filmszene in Ost-Berlin.

Die zwischen 1982 und 1984 entstandenen vier Super-8-Filme Cornelia Schleimes (*1953 in Ost-Berlin) stellen ein wichtiges Kapitel ihrer Werkbiografie dar. Sie nutzte die Filme, als sie in der DDR nicht mehr ausstellen durfte, um private und kreative Krisen zu bewältigen. Zugleich sind die Filme aber auch „eigenständige Kunstwerke, die sich nachdrücklich von den ästhetischen und inhaltlichen Konventionen der DEFA abhoben und bis heute ein wichtiges Korrektiv zum realsozialistischen Bilderkanon darstellen,“ so Claus Löser im aktuellen Katalog der Berlinischen Galerie: Cornelia Schleime – Ein Wimpernschlag. Die Super-8-Filme gehören zu den wenigen frühen Arbeiten, die sie 1984 bei ihrer Ausreise in den Westen retten konnte. Der Großteil ihres Frühwerkes blieb in Ost-Berlin zurück und ist bis heute verschollen.

Ohne Anmeldung, Eintritt zur Veranstaltung kostenfrei
Die Ausstellung kann bis 19 Uhr besucht werden (4 € Happy-Monday-Eintritt)

Weitere Informationen zur Ausstellung von Cornelia Schleime

 
April 2017
MoDiMiDoFrSaSo
13272829303112
143456789
1510111213141516
1617181920212223
1724252627282930