Freitag, 20.10.2017, 18:00 Uhr 

„Schreib mir, Emmy!“ - Screening und Gespräch zu Jeanne Mammen

Jeanne Mammen, Sie repräsentiert, Ausschnitt, um 1928, Privatbesitz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Repro: © Mathias Schormann

Annelie Lütgens, Kuratorin der Ausstellung „Jeanne Mammen. Die Beobachterin. Retrospektive 1910-1975“, im Gespräch mit den Autor*innen des Films „Schreib mir, Emmy!“, nach dem Drehbuch von Jeanne Mammen.

17–18 Uhr: Ausstellungsbesuch (Museumseintritt: 10 € / erm. 7 €),
18 Uhr: Screening und Gespräch (Eintritt frei)

Die Zeichnerin und Malerin Jeanne Mammen (1890-1976) ist eine der sperrigsten und schillerndsten Figuren der jüngeren Kunstgeschichte. Als Berliner Künstlerin durchlebte sie zwei Kriege, Zerstörung, Armut und den Wiederaufstieg aus Ruinen auf sehr eigene und produktive Weise. Als Einzelgängerin und scharfsinnige Beobachterin entwickelte Mammen sich zu einer kraftvollen Persönlichkeit mit klarer Botschaft: Distanz schafft Nähe. Sie scheute kein Milieu und keine Erfahrung. Sie porträtierte glamouröse Zeitgenossen, den neuen Typus der selbstbewussten Frau ebenso wie das frivole Nachtleben oder Figuren am Rande der Gesellschaft – es entstanden unverwechselbare Ikonen der „Goldenen Zwanziger“. Nach 1945 wurde ihr Werk komplett abstrakt. Jeanne Mammens Schaffen ist einer breiten Öffentlichkeit bisher wenig bekannt. Ihre Verschlossenheit, das Fehlen von Tagebüchern, ausführlicherer Korrespondenzen oder Lebenspartnern erschweren einen leichten Zugang. Die Berlinischen Galerie widmet Mammen deshalb eine umfangreiche Retrospektive.

Weitere Informationen zur Ausstellung

 
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