Samstag, 04.05.2019, 14:00 Uhr – 15:30 Uhr

entfällt: Kunstgespräch in DGS: Underground Architecture

Gehörlos Kunst erleben: Im Dialog über die Ausstellung "Underground Architecture. Berliner U-Bahnhöfe 1953–1994" in der Dauerausstellung.

Ein Gespräch mit der Kunstvermittlerin Veronika Kranzpiller lädt zum gemeinsamen Austausch ausschließlich in Deutscher Gebärdensprache (DGS) über die Architektur ausgewählter U-Bahnhöfe in Berlin ein.

Sachlich-schlichte Eleganz, knallig bunter Pop und historisierende Kathedralarchitektur – die zwischen 1953 und 1994 entstandenen Berliner U-Bahnhöfe prägen mit ihrer unverwechselbaren, der Nachkriegs- und Postmoderne verhafteten Gestaltung bis heute die tägliche Lebenswelt der Berliner*innen. Zunächst von tiefgreifender Umgestaltung bedroht, stehen heute dank des Einsatzes einer jungen Generation von Wissenschaftler*innen, Fotograf*innen und Filmschaffenden 27 von 82 dieser unterirdischen Bauwerke unter Denkmalschutz.

Die Berlinische Galerie nimmt dies zum Anlass, erstmals Einblicke in Konzepte und Entstehungsgeschichten ausgewählter U-Bahnhofarchitekturen zu geben. Vor dem Hintergrund der geteilten Stadt und der 1949 gegründeten beiden deutschen Staaten zeigen etwa die Beispiele der Bahnhöfe Tierpark, Schloßstraße und Rathaus Spandau, wie sich die Sonderrolle Berlins als Schauplatz eines anhaltenden Ost-West-Konflikts auch auf deren Gestaltung auswirkte. Als Teil der Dauerausstellung verdeutlichen auf 100 Quadratmetern rund 60 Exponate die entstandene formale Vielfalt der Berliner U-Bahnarchitektur und ihr Potential als kulturelle Identifikationsorte.

Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an taube und hörbeeinträchtigte Besucher*innen.

In Kooperation mit dem Museumsdienst Berlin

Das Kunstgespräch ist im Museumseintritt enthalten, ohne Anmeldung.

 
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