West-Berliner Architekturvisionen von 1945 bis 1990

Digitalisierungsprojekt E-Heritage

Mehr als vierzig Jahre steht die Frontstadt West-Berlin im Fokus des Ost-West-Konflikts. Der Aufbau der zerstörten Metropole ist mit den weltanschaulichen Auseinandersetzungen zwischen USA und Sowjetunion untrennbar verbunden. In Konkurrenz zum Baugeschehen in Ost-Berlin, das als Hauptstadt der DDR fortan sozialistischen Grundsätzen folgt, entwickeln die Planer*innen für den Westteil der Stadt neue Lebensräume für eine moderne Gesellschaft westlicher Prägung.

Wichtige Zeugnisse des West-Berliner Architekturschaffens aus dieser Zeit werden in der Berlinischen Galerie gesammelt und bewahrt. Besondere Beachtung finden unter ihnen die verworfenen Konzepte und Utopien, denn diese geben auf oft kompromisslose Weise Aufschluss über Vorstellungen und Sehnsüchte ihrer jeweiligen Entstehungszeit. Eine digitale Veröffentlichung ausgewählter Architekturzeichnungen, Pläne und Fotografien soll sie heute wieder in Erinnerung rufen und ihre Ideen und Artefakte erstmals einer breiten Öffentlichkeit zur kritischen Neubewertung zur Verfügung stellen.

Dank der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden ab dem 1. Dezember 2018 über den Zeitraum von 26 Monaten in der Berlinischen Galerie rund 6.000 ausgewählte Einzelblätter von etwa 1.500 Bauprojekten wissenschaftlich erschlossen, digitalisiert und online gestellt. Sie zeigen beispielhaft, wie sich Stil und Darstellung der Architektur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewandelt haben. Zudem ergänzen sie sinnvoll den bereits online verfügbaren Bildbestand des Museums zur Ost-Berliner Architektur- und Stadtentwicklung. In Kooperation mit der Technischen Universität Berlin ist während der Laufzeit des Projekts eine internationale Tagung zu Architekturvisionen geplant. Ziel ist es, die Kluft zwischen Universität und Museum, Theorie und Praxis, Forschung und Ausstellung zu überwinden.

 
 

Berlinische Galerie

Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Stiftung Öffentlichen Rechts

Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

bg@berlinischegalerie.de

Tel +49 (0)30-789 02-600
Fax +49 (0)30-789 02-700

Öffnungszeiten

Mittwoch–Montag 10:00–18:00 Uhr

Dienstags geschlossen
Geschlossen am 24. und 31.12.

Unser Museum ist an den folgenden Dienstagen geöffnet:
25.12.2018 und 01.01.2019

EINTRITTSPREISE

Tageskarte 8 Euro

Ermäßigt 5 Euro

Jeden ersten Montag im Monat 4 Euro

Freier Eintritt bis 18 Jahre

Ermäßigung bei Vorlage eines Tickets des  Jüdischen Museums Berlin am Tag des Erwerbs und an den zwei folgenden Tagen. Dieses Angebot gilt auch umgekehrt.

Orientierungsplan

Plan als PDF