Lesser Ury, Liegender Akt, 1889, © erloschen, © Foto: Nina Straßgütl

Das Depot

Schatzkammer mit Hightech-Ausstattung

Das Depot eines Museums stellt man sich meist als etwas staubigen Ort vor, an dem die Zeit stehengeblieben ist und den so gut wie nie ein Mensch betritt. Mit der Wirklichkeit eines modernen Museums hat diese Vorstellung jedoch nichts zu tun. Das Depot eines Kunstmuseums mit internationalem Ausstellungs- und Leihverkehr ist ein rund um die Uhr überwachter klimatisierter Hochsicherheitstrakt. Das gilt auch für die Depots der Berlinischen Galerie. Ausgestattet mit modernsten Anlagen und Systemen zur Klimasteuerung, Einbruchsicherung und zum Brandschutz lagern hier auf 3.000 Quadratmetern weit über 200.000 Werke des Museums. Moderne Lagersysteme wie Ziehgitteranlagen, motorisierte Kompaktanlagen und eine digitale Objektverwaltung sorgen für optimales Handling. Der ständige Zuwachs von Kunstwerken in Museen führt dazu, dass es über die Jahre eng wird in den Depots und neue Lösungen zur Aufbewahrung der Werke gefunden werden müssen.

Aber natürlich ist das Depot – trotz der modernen digitalen Erschließung – auch immer noch ein geheimnisvoller, poetischer Ort. In ihm schlummert eine Vielzahl an möglichen Ausstellungen. Hier warten Werke schon seit Jahren und Jahrzehnten darauf, wiederentdeckt und in einem künftigen Ausstellungskontext gezeigt oder wenigstens fotografiert zu werden. Für das erste große Digitalisierungsprojekt der Berlinischen Galerie werden im Depot derzeit sämtliche Werke der Sammlung Bildende Kunst digital aufgenommen. Seit 2015 können viele der Arbeiten in der Sammlung Online recherchiert werden.

 

Berlinische Galerie

Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Stiftung Öffentlichen Rechts

Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

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Tel +49 (0)30-789 02-600
Fax +49 (0)30-789 02-700

Öffnungszeiten

Mittwoch–Montag 10:00–18:00 Uhr

Bis 12.08. auch dienstags geöffnet

Geschlossen am 24.12. und 31.12.

Orientierungsplan

Plan als PDF