Louise Stomps

Louise Stomps (1900–1988) hat ein imposantes bildhauerisches Werk hinterlassen, das nach ihrem Tod jedoch nur selten ausgestellt wurde. Menschliches Leid und die schutzlose Kreatur sind für die Berliner Bildhauerin ein Leben lang Inspiration. Sie stehen im Mittelpunkt ihres bildnerischen Schaffens, das zwischen den ausklingenden 1920er und den späten 1980er Jahren entstand. Fünf Jahrzehnte vollzieht die Bildhauerin den künstlerischen Prozess vom klassischen Körperbild zur stark abstrahierten Figuration.

Erste Erfolge verzeichnet Stomps zu Beginn der 1930er Jahre, noch bevor die Kulturpolitik des Nationalsozialismus die freie künstlerische Ausübung der Weimarer Jahre versagt. Unter ihrem Motto „seid offen dem Neuen gegenüber und nehmt die moderne Kunst in ihrer unbeschreiblichen Frische und Losgelöstheit als Kompass für eine neue Zeit“ setzt sie ihre bildhauerische Tätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg fort. Ihre abstrakten Figurationen bleiben immer auf den Menschen bezogen.

2021 war Das Verborgene Museum zu Gast in der Berlinischen Galerie und zeigte mit rund 90 Skulpturen die erste Retrospektive der Bildhauerin Louise Stomps.

Mehr zur Künstlerin auf der Website (Archiv) des Verborgenen Museums

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